FC Basel

Protestaktion im Joggeli: Greenpeace und der FC Basel haben sich versöhnt

Diese Greenpeace-Aktion kostet den FC Basel 70'000 Franken.

Diese Greenpeace-Aktion kostet den FC Basel 70'000 Franken.

Der Zwist zwischen dem FCB und Greenpeace wegen der Protestaktion im St. Jakob-Park ist beigelegt. Der FCB bezahlt die Busse der Uefa selbst und verzichtet auf zivilrechtliche Schritte. Im Gegenzug spendet Greenpeace an ein Kinderheim in Rumänien.

Rückblende: Greenpeace-Aktivisten enthüllten am 1. Oktober während der Champions-League-Partie gegen Schalke vom Dach des Joggeli aus ein 28 Meter breites Transparent.

Der Protest richtete sich gegen den russischen Energiegiganten Gazprom, der seit 2007 Hauptsponsor von Schalke 04 ist. In der Folge machte die Uefa den FC Basel als Veranstalter für die Protestaktion verantwortlich und verurteilte ihn zu einer Busse von 37'000 Franken.

Versöhnlicher Lösungsvorschlag

Die Umweltschützer kontaktierten danach aus eigener Initiative den FCB, um «eine sympathische und sinnvolle Lösung» zu finden, wie Greenpeace schreibt.

Greenpeace-Aktion im St.Jakob-Park im Spiel zwischen Basel und Schalke

Greenpeace-Aktion im St.Jakob-Park im Spiel zwischen Basel und Schalke

Als Wiedergutmachung für den erlittenen Schaden einigte man sich auf eine vom FCB vorgeschlagene Benefiz-Aktion in Rumänien. Seit mehreren Jahren unterstützt der FC Basel das 1998 abgebrannte Kinderheim im Bauerndorf Verseni, 300 Kilometer nordöstlich von Bukarest. Zuletzt sponsorte FCB-Präsident Bernhard Heusler gar den Rasen für den neuen Sportplatz.

Die 37'000 Franken an die Uefa wird der FC Basel selbst zahlen. Eine Übernahme respektive Abwälzung auf die Umweltschutzorganisation wäre insofern sehr unwahrscheinlich gewesen, als dass auch die Uefa seit 2012 für die Champions League von Gazprom gesponsort wird. Eine Zahlung von Greenpeace wäre im Zusammenhang mit den Protesten gegen das grösste Unternehmen Europas einer Farce gleichgekommen.

Zwar verzichtet der FCB mit dem Deal auf zivilrechtliche Forderungen, hält aber die Anklage wegen Hausfriedensbruchs gegen Greenpeace aufrecht.

Über die Höhe der Spende und weitere Details der Abmachungen wurde Stillschweigen vereinbart. Keine der beiden Seiten waren zu Stellungnahmen bereit.

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