Für Fans des Schweizer Fussballs waren die letzten eineinhalb Monate trist. Der Ball ruhte in der heimischen Liga, und auch im Amateurfussball war Winterpause. Dieses Wochenende geht es endlich wieder los. Doch nicht nur der Rückrundenauftakt der Raiffeisen Super League steht auf dem Programm, Basel feiert noch einen ganz eigenen fussballerischen Höhepunkt.

Zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz findet an diesem Wochenende ein Filmfestival für Freunde des runden Leders statt, das Flutlicht Fussballfilmfestival. Anpfiff ist um 18 Uhr, Spielort der Gare du Nord, die Heimstätte des neuen Festivals.

(Quelle: Flutlicht Fussballfilmfestival)

Flutlicht Festival

Unter dem Motto «Der Tod, der Glaube und das Spiel» werden ausgewählte Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme wie «Tom Meets Zizou» oder «Les rebelles du foot» mit Fussball-Legenden Eric Cantona gezeigt. Jeder einzelne der drei Tage ist einem eigenen Themenblock untergeodrnet.

Angelehnt an 11 Millimeter Festival

Die Idee für das Festival stammt von Dieter Bopp und Philipp Grünenfelder. «Es war eine spontane Idee von uns beiden. Die Umsetzung haben wir aber lange vor uns her geschoben. Im Verlauf des vergangenen Jahres haben wir uns dann entschieden, das Projekt endlich umzusetzen, sonst wäre es wohl nie passiert» erzählt Grünenfelder.

Inspiriert wurden die beiden Organisatoren vom 11 Millimeter Festival in Berlin, dem internationalen Fussballfilmfestival, welches dieses Jahr bereits zum 11. Mal stattfindet. Das Basler Pendat ist ein erster Versuch, wie gut das gesellschaftliche Phänomen «Fussballfilme» in Basel und der Schweiz allgemein ankommt.

Dass die Premiere dabei in Basel stattfindet, ist kein Zufall. Nicht nur, weil Bopp und Grünenfelder beide Basler sind, sondern auch, weil sie die breit gefächerte Fussballkultur in Basel kennen und schätzen. «In Basel intressiert der Fussball eine breite Masse. Die Filme sollen ebenso wie die Spiele des FC Basels ein durschmischtes Publikum anziehen und damit den sozialen Aspekt des Fussballs unterstreichen. Es sollen nicht immer nur die Taktik und das Resultat im Zentrum stehen», so Grünenfelder.

Eben diese erwünschte Vielfalt an Besuchern soll sich auch in den Diskussionrunden, welche das Filmprogramm flankieren, widerspiegeln. Um diese Diskussionen anzuregen, haben die Organisatoren interessante Gäste geladen: Neben Alex Miescher, dem Generalsekretär des Schweizer Fussballverbandes, sind auch Permi Jhooti, das originale Vorbild für den Film «Bend it like Beckham», Markus Allemann, Co-Leiter von Greenpeae Basel, und weitere interessante Gäste geladen.

Fans haben direkten Einfluss

Wer das Projekt unterstützen will, kann dies auf der Crowdfunding-Plattform WE MAKE IT! tun. Wer das Projekt mit solchen Steilpässen füttert, hat direkten Einfluss auf das Programm. Mit dem gesammelten Geld – angepeilt sind 4500 Franken – werden die Filmrechte gekauft, welche einen Grossteil des Budgets ausmachen. Auf die Spender warten Belohnungen verschiedenster Art.

«Mit dieser Aktion wollen wir testen, was auf einer solchen Plattform möglich ist. Wir wollen den Puls der Stadt fühlen» sagt Grünenfelder. Das Budget ist jedoch so aufgestellt, dass das Festival auch ohne das Geld aus dem Crowdfunding durchführbar ist. Grünenfelder: «Dann sind wir einfach abhängiger von der Anzahl Besuchern.»

Ist das Festival ein Erfolg, könnte es schon nächstes Jahr in die Verlängerung gehen.

Weitere Infos finden Sie unter: http://www.flutlichtfestival.ch/