Riehen

Pünktlich zur Badesaison öffnet im Mai das Naturbad in Riehen

Die Eröffnung des Naturbads war einst für Mitte 2013 geplant.

Die Eröffnung des Naturbads war einst für Mitte 2013 geplant.

Am Donnerstag feierten die Bauarbeiter auf der Grossbaustelle des Naturbads an der Weilstrasse die Aufrichte des Badgebäudes. Die Arbeiten verliefen seit dem Spatenstich im April planmässig.

«Wir sind mit dem Verlauf der Bauarbeiten sehr zufrieden», sagt Gemeinderätin Irène Fischer-Burri (SP). Dafür verantwortlich sei auch das zumeist gute Wetter gewesen. Am Donnerstag genossen die Arbeiter nach einem erfolgreichen halben Jahr die verdiente Aufrichtefeier des Badgebäudes. Am letzten Dienstag gab der Gemeinderat zudem bekannt, dass er die Arbeiten für die Pumpen- und Elektrotechnik vergeben hat.

Sehnsucht nach einer Badi

Zur ordentlichen Badesaisoneröffnung im Mai 2014 lässt es sich auch in Riehen nach Jahren ohne «Badi» wieder genüsslich abkühlen. Die Eröffnung des Naturbads war einst für Mitte 2013 geplant. Doch Verzögerungen bei der Fertigstellung der Zollfreistrasse schoben auch den Baustart des Naturbads nach hinten.

«So haben wir dann im Frühling nach der Fertigstellung genügend Zeit, um das ganze System mit den detaillierten Einstellungen zu testen», kann Gemeinderätin Fischer-Burri den Verzögerungen Positives abgewinnen. Sie habe vor allem in der Phase der Unklarheit, ob das Naturbad wirklich realisiert wird, eine Sehnsucht aus der Bevölkerung nach der 2007 abgerissen «Badi» gespürt.

Markant an der aktuellen Bausituation ist vor allem die Umzäunung des ganzen Badeareals aus Holz. Erkennbar ist auch schon die Beckenstruktur mit dem 25-Meter-Schwimmbecken, dem Nichtschwimmerbecken und dem Sprungbecken.

Dazu sei unter der Erde mit Zu- und Ableitungen einiges gegangen, erklärt Christian Lupp, Fachbeauftragter Freizeit und Sport bei der Gemeinde Riehen. Die Filteranlagen auf der anderen Seite der Weilstrasse sind bereits im Bau.

In den nächsten Wochen kommen dort noch erste Bepflanzungen dazu, die den Winter hindurch gedeihen sollen. Ebenfalls auf dieser Seite entsteht eine Freizeitanlage mit Beachvolleyballfeld, Tischtennistischen und Grillstelle sowie einem grösseren Auto- und Veloparkplatz.

Natürliche Umgebung

Während in Deutschland in mehreren Städten schon seit Jahren solche Naturbäder betrieben werden, gehört Riehen in der Schweiz noch zu den Pionieren. «In Kriens gibt es seit zwei Badesaisons ein Bad mit derselben Wasseraufbereitungstechnik», sagt Lupp.

Im Regenerationsbereich versickert das «abgebadete» Wasser, in dem es durch einen bepflanzten Bodenkörper geleitet wird. Dabei werden Keime durch Mikroorganismen eliminiert und die Pflanzen nehmen die Nährstoffe im Wasser für ihr Wachstum auf.

Schwebestoffe wie Haare, Pflaster oder Fette werden wie in herkömmlichen Bädern von einem Skimmer abgezogen. Anschliessend wird das Wasser in die externen Filterflächen gepumpt, wo es mit Sauerstoff angereichert wird und durch eine zweistufige Filteranlage läuft. Dieser besteht aus dem sogenannten Trockenfilter und dem Algenrasenfilter.

Dieser Reinigungsvorgang wird je nach Besucherzahl mehrmals täglich wiederholt. Das Bad zeichnet sich durch eine attraktive Architektur und den Einbezug der Natur aus. «Wir möchten, dass sich die Besucher in einer natürlichen Umgebung fühlen», sagt Lupp.

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