Technik

Putzroboter verstopfen Toilette im Gymi am Münsterplatz

Gymnasium am Münsterplatz

Gymnasium am Münsterplatz

Wie ein Roboter die WC total ver-, statt entstopft und so den Archäologen Arbeit beschert.

Derzeit wird das Gymnasium am Münsterplatz (GM) saniert. Bei den laufenden Arbeiten ist es zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall gekommen. In Leitungen der Aula, also Bau C, sind Putzroboter steckengeblieben, was die dortigen Toiletten blockierte. Dies teilte die Schulleitung ihren Schülern gestern per Mail mit.

Die Blockade zu lösen, gestaltet sich jedoch als schwieriges Unterfangen. Die Bauprojektleitung entschied, dass der Pausenplatz zwischen der Aula und dem Unterrichtsgebäude D des Gymnasiums weiträumig aufgerissen werden muss. Die verstopften Leitungen verlaufen darunter in einer Tiefe von rund fünf Metern. Rund um das Münster wird das Bauen in diesen Erdschichten jedoch schnell kompliziert. Schliesslich war diese Fläche schon rund 100 Jahre vor der Geburt Christi besiedelt, und auch die Römer errichteten an dieser prominenten Lage ein Kastell. Vor dem Hintergrund solch historisch bedeutenden Bodens erstaunt es nicht, dass bei der Rettung der Putzroboter die Kantonsarchäologie die Führung übernehmen muss.

Toiletten bleiben geschlossen

Die Panne hat nun Folgen für die Schüler. In der Zeitspanne zwischen Fasnachts- und Osterferien – also in den kommenden vier Wochen – bleiben sämtliche WC im Gebäude der Aula blockiert. Schülerinnen und Schüler, die dort in Unter- und Erdgeschoss Unterricht haben, müssen nun auf die Toiletten der Primarschule Mücke im 1. und 2. Obergeschoss gehen. Aufgrund unterschiedlicher Pausenzeiten sind die Gymeler aus Rücksicht auf die Primarschüler angewiesen, das stille Örtchen möglichst leise aufzusuchen.

«Im Hinblick auf Anlässe in der GM-Aula wie den GM-Infoabend für die OS-Schüler kommenden Donnerstag wurde festgelegt, dass die Fluchtwege auf dem Pausenhof vor der Aula mindestens 2,40 Meter breit freizuhalten sind», schreibt die Schulleitung weiter. Das Ungemach soll nicht mehr lange dauern. Bis zum Ende der kommenden Sommerferien sollen sämtliche Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

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