Mit einem riesigen Transparent und in rosa Rauch gehüllt rückte das St. Johann-Quartier am Samstag zur Dreirosenbrücke vor, angekündigt durch mehrere Böllerschüsse. Das Kleinbasel hielt mit einem brennenden Einkaufswagen dagegen. Die Parole für die alljährliche Wasserschlacht hatte «das härteste Basler Quartier» mit dem Video «Stygg yy» bereits vorgelegt. Zum Showdown kam es am Samstag um 15 Uhr mitten auf der Dreirosenbrücke.

«4057 vs. 4056» bedeutet, dass mehr als hundert Erwachsene mit martialischem Geschrei aufeinander losgehen und sich, teilweise in irren Kostümen verkleidet, eifrig mit Wasserbomben bewerfen. Ziel der Auseinandersetzung ist es, dem anderen Team möglichst viel Wasser über den Kopf zu leeren. Zuvor hatten sich die kämpfenden Quartiere 4057 (Kleinbasel) und 4056 (St. Johann) sowie Sympathisanten aus anderen Quartieren wie jedes Jahr an den beiden Enden der Dreirosenbrücke versammelt und versucht, diese einzunehmen.

Kampfgeist gegen Technik

Gekämpft wurde mit allen Mitteln: Wasserbomben, Spritzpistolen, Druckluftpumpen, Eimer, Plastikflaschen, zerlaufenem Make-up und wildem Gebrüll. Auf strategische Feinheiten verzichteten in diesem Jahr beide Lager. Die technische Überlegenheit der Grossbasler, die sich mit Schildern und Wassertanks ausgerüstet hatten, machte das Kleinbasel durch Kampfgeist wieder wett.

Beide Seiten konnten auf die breite Unterstützung ihrer Bevölkerung zählen, sie gingen völlig hemmungslos vor. Gekämpft wurde bis zum letzten Tropfen. Von trocken gebliebenen Teilnehmern ist nichts bekannt. Wer 2016 gewonnen hat, konnte nicht festgestellt werden. Und ob das Kleinbasel nun die bessere Musik hatte, darüber lässt sich streiten – lauter war sie auf jeden Fall.