Raphael Wyniger übernimmt
Kommt die Confiserie Beschle nun endlich wieder auf den gewinnbringenden Pfad?

Die Wyniger-Gruppe hält neu die Mehrheit an der Confiserie. Die Mäzenen Gisela Kutter und Walter von Wartburg ziehen sich zurück. Jetzt sollen laut einer Mitteilung Synergien genutzt und damit Kosten gespart werden können.

Rahel Koerfgen
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Die beiden Mäzenen Gisela Kutter und Walter von Wartburg sind bereits vergangenen Sommer auf Gastro-Unternehmer Raphael Wyniger (Bild) zugegangen und haben ihn gefragt, ob er sich der Confiserie annehmen wolle.

Die beiden Mäzenen Gisela Kutter und Walter von Wartburg sind bereits vergangenen Sommer auf Gastro-Unternehmer Raphael Wyniger (Bild) zugegangen und haben ihn gefragt, ob er sich der Confiserie annehmen wolle.

Bild: Martin Toengi

Die Confiserie Beschle läuft nach drei turbulenten Jahren in einen ruhigeren Hafen ein. Sie ist nun Teil der Basler Wyniger Gruppe, zu der unter anderen der «Teufelhof» oder das «Ufer7» gehören. Dies ist einer Medienmitteilung zu entnehmen.

2018 stand die Confiserie kurz vor dem Kollaps, dann übernahm die Rhyschänzli-Gruppe und rettete damit den Namen, übergab aber rund ein Jahr später die Mehrheit an die Mäzenen Gisela Kutter und Walter von Wartburg. Diese formulierten das Ziel, «Beschle» in eine gesicherte Zukunft zu führen. «Die Herausforderungen bedingen die Einbettung des Traditionsunternehmens in eine starke Unternehmensgruppe», schliessen sie nun in der Medienmitteilung.

«Entlassungen möglichst verhindern»

Es handelt sich dabei um die Wyniger-Gruppe, die neu eine Mehrheit an der Confiserie hält; Kutter und von Wartburg behalten eine Minderheit. «Wir möchten Synergien realisieren sowie Umsatzpotenziale innerhalb und ausserhalb der Gruppe nutzen und Kosten teilen. So kann auf Dauer der Umsatz von «Beschle» gesteigert und die Kosten gesenkt werden», sagt Raphael Wyniger, Inhaber der Gruppe, auf Anfrage. Kutter und von Wartburg seien bereits im vergangenen Sommer zwecks Beratung auf ihn zugekommen. Es sei für ihn eine grosse Ehre, einer solch tollen Basler Marke zu helfen und diese hoffentlich auf einen guten Weg zu bringen.

Entlassungen will Wyniger möglichst verhindern, auch an den beiden Standorten soll festgehalten werden. Die Confiserie beschäftigt 40 Mitarbeitende am Aeschenplatz und in der Clarastrasse sowie im Pop-up-Store an der Streitgasse. Noch vor zehn Jahren fuhren die beiden Urenkel des Confiseriegründers, Dominic und Pascal Beschle, eine aggressive Expansionsstrategie, eröffneten etwa Filialen in Singapur und waren in 16 weiteren Ländern präsent. Damals beschäftigte man fast doppelt so viele Mitarbeiter.