Die Rassismus-Debatte rund um die Basler Fasnacht flacht nicht ab. Nachdem das Logo und Name der Basler Gugge Negro-Rhygass in den vergangenen Monaten für heftige Diskussionen sorgte, ist jetzt ein rassistischer Zeedel in Umlauf gebracht worden, der auf diese Debatte reagiert. Dies schreibt «20 Minuten» am Dienstag auf ihrer Webseite.

Mit dem Slogan «Mir mache doch nid dr Näger» wird auf dem Zettel jener Student angegriffen, der im vergangenen Sommer Kritik am Logo der Negro Rhygass äusserte. «S Gäld vo uns Basler het dä Ussländer gärn grafft, worum isch dä Typ noni usegschafft», ist nur eine der rassistischen Äusserungen, die auf dem umstrittenen Zeedel geschrieben stehen.  

Doch wer steckt wirklich dahinter? Ein erster Hinweis gibt der Name der angeblichen Formation. Denn unterzeichnet ist der Zeedel mit «Basler Harus-Waagis 2009». Doch eine Formation mit diesem Namen sei dem Fasnachts-Comité nicht bekannt, heisst es weiter. Ein User auf Twitter meint dazu, dass ein Fasnächtler, der nicht mal wisse, wie man das Wort «Waggis» schreibt, wohl eher ein Trittbrettfahrer sei.

Ebenso handelt es sich beim Wort «Harus» nicht nur um die Zeitschrift der rechtsextremen Pnos, sondern auch um einen Führergruss zur Zeit des Nationalsozialismus.

Schon 2018 marschierte die Pnos beinahe unbemerkt am Cortège mit. Der Verdacht liegt deshalb nahe, dass es sich erneut um eine Propaganda-Aktion Rechtsextremer handelt.

Auch die Alte Garde der Alte Stainlemer sorgt dieses Jahr für hitzige Diskussionen. Diverse Personen empören sich über die Sujetwahl beziehungsweise die Umsetzung. Der Künstler der diesjährigen Plakette «Bis zletscht» und Sujetkünstler des Stamm der Alte Stainlemer ist ob dem Sujet der Alten Garde fassungslos. (hot)

Die Alte Garde der Alten Stainlemer am Montags-Cortège 2019

Die Alte Garde der Alten Stainlemer am Montags-Cortège 2019

Ist dieses Sujet zu viel? Die Laterne der Alten Garde der Alten Stainlemer polarisiert.