Knatsch
Reaktion auf «Nebelspalter»-Artikel: SP-Nationalrätin Samira Marti zeigt den Mittelfinger

Ein Satz in einem «Nebelspalter»-Artikel führt zu einem Twitter-Post mit Mittelfinger. Für ihre Aktion wird SP-Nationalrätin Samira Marti nun kritisiert.

Larissa Gassmann
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Schlägt zurück: SP-Politikerin Samira Marti wehrt sich via Twitter.

Schlägt zurück: SP-Politikerin Samira Marti wehrt sich via Twitter.

Alessandro Della Valle / KEYSTONE

«Die acht sonderbarsten Vorstösse der Frühjahrssession» nennt sich einer der neusten Artikel im «Nebelspalter». Was harmlos klingt, sorgt auf Twitter nun aber für Diskussionen. Mit ausgestrecktem Mittelfinger macht SP-Nationalrätin Samira Marti ihrem Ärger Luft.

Stein des Anstosses? Nicht etwa, dass zwei Vorstösse von ihr erwähnt wurden. Viel mehr ist es folgender Satz: «Noch ein Bild von Frau Marti erspare ich Ihnen an dieser Stelle.»

So wurden die aufs Korn genommenen Parlamentarierinnen und Parlamentarier jeweils per Bild vorgestellt – nicht aber Marti. Während der erste und als «sonderbar» bezeichnete Vorstoss noch bebildert wurde, kommt der zweite ohne Foto daher. «Hey @nebelspalter, offenbar fehlen euch gute Fotos von mir. Kein Problem, habe soeben folgendes Portrait exklusiv rahmen lassen und auf der Post abgeben (Rechnung liegt bei). Herzlich, Samira», schreibt die 27-Jährige deswegen einen Tag später auf Twitter.

Dort entbrannte sogleich eine Diskussion. Während die einen kommentieren, das ihr Verhalten einer Nationalrätin «unwürdig» sei, so finden andere wiederum nur lobende Worte für ihre Aktion. «Einzig richtige Reaktion, Chapeau!», schreibt etwa ein Nutzer.

Auch ihren beiden Vorstössen dürfte der Rummel um ihre Person nicht schaden: Diese drehen sich um die Rolle der Schweiz im Bereich Sklaverei und Kolonialismus und Lösungen im Hinblick auf die seit der Pandemie immer populärer werdenden Verschwörungstheorien.