Es waren fünf Mitglieder der rechtsextremen Partei National Orientierter Schweizer (PNOS), die sich als Schyssdräggziigli getarnt unter die Aktiven gemischt hatten und am Fasnachts-Mittwoch sogar am Cortège mitgelaufen waren. Die Gruppe wurde zwar kaum registriert, machte aber danach medial auf sich aufmerksam. Jetzt haben die Jungsozialisten eine Strafanzeige eingereicht.

Gegenüber der bz Basel sagte darauf der Obmann des Basler-Fasnachts-Comités: «Ich habe von dieser Aktion nichts gewusst, sie nicht gesehen und mir ist auch nachträglich nichts zu Ohren gekommen.»

Grundsätzlich gebe es keine Zensur. «Allerdings gelten auch an der Fasnacht die geltenden Gesetze, zum Beispiel der Rassendiskrimierungsartikel im Strafgesetzbuch», sagt Bürgin. Dann sei es eine Sache der Strafverfolgungsbehörden.

Seitenhieb ans Comité

Das ist es jetzt. «Die Aktion der PNOS hatte ganz klar antisemitische und rassistische Bezüge. Das darf nicht einfach so hingenommen werden», erklärt Livia Kläui von der Juso Basel-Stadt in einer Medienmitteilung. Die Juso sei zuversichtlich, dass es zu einer Verurteilung der PNOS-Mitglieder gemäss Art. 261bis StGB kommen wird.

Die Juso erfüllten mit dieser Anzeige eine Aufgabe, die nach Meinung der Jungpartei durch das Fasnachts-Comité hätte erledigt werden müssen: «Es ist für uns unverständlich, wieso das Komitee nicht klare Kante gegen Rechtsextremismus zeigt, sondern sich aus der Verantwortung stiehlt», so der Basler Juso-Präsident Nicolas Eichenberger.