Margarethenstich
Regierung besteht auf Tramverbindung ins Leimental

Die Basler Regierung ist nicht bereit, sich nochmals grundsätzlich Gedanken über den Margarethenstich zu machen. Dort soll, wie geplant und mit der Baselbieter Regierung abgesprochen, eine Tramlinie gebaut werden.

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Der Margarethenstich liegt an der Kantonsgrenze, noch knapp auf Basler Boden. Hier sollen in ein paar Jahren Trams gelbe BLT-Trams durchfahren.

Der Margarethenstich liegt an der Kantonsgrenze, noch knapp auf Basler Boden. Hier sollen in ein paar Jahren Trams gelbe BLT-Trams durchfahren.

Kenneth Nars

Dies schreibt die Regierung in ihrer Antwort auf einen Vorstoss von SVP-Grossrat Joël Thüring. Dieser hatte den Ersatz der seiner Ansicht nach zu teuren Tramlinie durch einen «Express-Bus» gefordert. Damit konkretisierte er den Widerstand, der vor allem in den Reihen der SVP, aber auch in den bürgerlichen Parteien stärker wird.

Das Hauptargument in der nach der Ablehnung des Erlenmatttrams durch das Volk wieder hochgekochten Diskussion sind die Kosten für die Tramverbindung über den sogenannten Margarethenstich. Die Basler Regierung will aber von einer Buslinie nichts wissen, die neben der bestehenden 17er-Tramverbindung verkehren würde.

Die Einrichtung einer Busverbindung sei zwar billiger als der Neubau der 20 Millionen Franken teuren Tram-Verbindungsstrecke mit 250 Metern Länge. Aber die Betriebskosten seien dafür wesentlich höher, da der Bus ja zusätzlich zum bestehenden Tram verkehren würde. Ausserdem würde so der Hauptzweck des Margarethenstichs verfehlt, nämlich eine umsteigefreie Verbindung zwischen Leimental, Bahnhof SBB und Stadtzentrum. (dre)