Museumsstrategie

Regierung soll Klarheit schaffen – Urgese reicht Interpellation ein

Luca Urgese hat eine Interpellation mit neun Fragen eingereicht.

Luca Urgese hat eine Interpellation mit neun Fragen eingereicht.

Luca Urgese hat eine Interpellation mit neun Fragen zur Museumsstrategie eingereicht. Es sei höchste Zeit Klarheit zu schaffen.

Wie erklären sich die Widersprüche in den Aussagen der Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann und ihrem Vorgänger Guy Morin? Hat das Präsidialdepartement eine erste Fassung der Museumsstrategie in die Gesamtregierung gebracht, wie Morin sagt? Oder gibt es bis heute keinen solchen konkreten Entwurf, wie Ackermann erklärt? Und warum verzögert sich die Basler Museumsstrategie immer wieder? Immerhin hat der Grosse Rat die Regierung schon vor über sieben Jahren damit beauftragt.

Luca Urgese macht ernst. Der FDP-Grossrat will es endlich genau wissen und hat soeben eine Interpellation mit neun Fragen eingereicht. Mit ihrer 90-tage-Bilanz vor den Medien habe Regierungspräsidentin Ackermann aufhorchen lassen – und noch mehr für Verwirrung gesorgt. Im Grossen Rat hatte das von links bis rechts Kopfschütteln ausgelöst. Der Druck auf die Regierung und insbesondere auf das zuständige Präsidialdepartement nimmt zu. Selbst die grossrätliche Geschäftsprüfungskommission (GPK) hat angekündigt, sich der Sache annehmen zu wollen.

«Es ist höchste Zeit, Klarheit zu schaffen!», betont nun auch Urgese. In seinem Vorstoss wünscht er sich deshalb eine verbindliche Aussage dazu, wann der Regierungsrat die Museumsstrategie endlich verabschieden wird. Immerhin handle es sich dabei um eines er wichtigsten Geschäfte in diesem Jahr. Erst kürzlich hatte die Bildungs- und Kulturkommission betont, dass die nach wie vor fehlende Museumsstrategie «eine bedeutende Lücke in den Grundlagen für die Kulturpolitik und den Museumsbetrieb» bilde.

Bereits in den kommenden Wochen und Monaten sei mit einem Ratschlag für den Neubau des Naturhistorischen Museums zu rechnen. Urgese möchte deshalb von der Regierung wissen, ob sie ebenfalls der Meinung sei, dass ein solch bedeutender Neubau nur in Kenntnis einer Gesamtstrategie für die Museen beschlossen werden sollte.

Die darauffolgende Warnung ist kaum zu missverstehen: «Ist sich der Regierungsrat demzufolge bewusst, dass er mit einer weiteren Verzögerung der Museumsstrategie auch eine Verzögerung des Neubaus riskiert?», schreibt Urgese. (bz)

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