Regierung
Regierung unterstützt Tanz- und Theaterprojekte mit mehr Geld

Der Regierungsrat hat dem Grossen Rat beantragt, für gemeinsame Subventionen für Tanz- und Theaterprojekte beider Basel für die Jahre 2013 bis 2015 insgesamt 2,26 Millionen Franken zu bewilligen. Das sind pro Jahr 100 000 Franken mehr als bisher.

Susanna Petrin
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Das Junge Theater Basel erhält künftig mehr Subventionen

Das Junge Theater Basel erhält künftig mehr Subventionen

bz Basellandschaftliche Zeitung

Die gewachsene Basler Tanz- und Theaterszene macht den Kulturbeauftragten von Basel-Stadt und Baselland Eindruck. «Es ist eine lebendige, starke Szene entstanden, die auch in Basel bleibt», sagt Philippe Bischof, Leiter Abteilung Kultur Basel-Stadt. Die Zahl an «hochqualitativen Gesuchen» vor allem junger Leute habe entsprechend zugenommen. Die Theater Kaserne, Roxy und das Junge Theater arbeiteten eng zusammen und böten eine gute Betreuung. «Auf diesem guten Humus gedeihen viele neue Initiativen», sagt Bischof.

100 000 Franken mehr aus Basel

Deshalb hat der Regierungsrat nun dem Grossen Rat beantragt, «für gemeinsame Subventionen für Tanz- und Theaterprojekte der Kantone Basel-Stadt und Baselland für die Jahre 2013 bis 2016 insgesamt 2,26 Millionen Franken zu bewilligen» – das sind 565 000 Franken jährlich. Dies entspricht einer jährlichen Erhöhung um 100000 Franken, wie der Kanton Basel-Stadt gestern mitteilte. Damit liessen sich etwa anderthalb Projekte mehr fördern, relativiert Bischof. Aber immerhin.

Bereits vom Baselbieter Parlament abgesegnet ist die Aufstockung desselben Geldtopfs: Baselland erhöht seinen Beitrag für die freie Tanz- und Theaterszene um 65000 auf 600000 Franken. «Die freie Szene ist gut vernetzt und ziemlich gut aufgestellt», teilt der Baselbieter Kulturbeauftragte Niggi Ullrich die Ansichten seines Kollegen. Einzelne experimentelle Projekte könnten mit «namhaften Beträgen» gefördert werden.

Beide Basel gehen hier zusammen

Baselland gibt mehr Geld aus für Musik und Tanz und ist daher in diesen gemeinsamen Fachausschüssen federführend, Basel-Stadt gibt im Gegenzug in den Bereichen Film und Kunst den Ton an. Das ist laut Ullrich geschichtlich so gewachsen. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land sei «insgesamt ausgeglichen und komplett koordiniert». Auch die ganze Festivalförderung funktioniere paritätisch. «Bei der Kultur brauchen wir keine Kantonsfusion zu simulieren», sagt Ullrich.