St. Jakobshalle
Regierungsrat Thomas Weber wünscht sich eine «Roger Federer Arena»

Die Stätte der Swiss Indoors soll in «Roger Federer Arena» umbenannt werden. Das Baselbieter Regierungsmitglied wäre bereit, sich dafür einzusetzen.

Simon Tschopp
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Die laufende Sanierung der St. Jakobshalle wäre kein schlechter Zeitpunkt für einen Namenswechsel, meint Thomas Weber.
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Ein Blick ins neue Foyer: Weisse Böden, Gastro-Stände aus Holz, Donut-Lampen und ein Findling, auf dem das Dach ruht.
St. Jakobshalle
Gleich nebenan liegt ein 25 Tonnen schwerer Findling aus dem Gotthardtmassiv.
Die Säule trägt zusammen mit dem Granit-Stein die Last des 2800 Tonnen schweren Dachs. Das entspricht einem Gewicht von 625 Elefanten.
Wegweiser zeigen den Weg zu den Hallen.
Aus diesen Gastro-Ständen aus Holz werden Essen und Getränke serviert.

Die laufende Sanierung der St. Jakobshalle wäre kein schlechter Zeitpunkt für einen Namenswechsel, meint Thomas Weber.

Martin Toengi

«Sensationell, peRFekt! Und wann endlich heisst die Halle ‹Roger Federer Arena›»? Dies fragt sich der Baselbieter Regierungsrat Thomas Weber (SVP) auf Facebook nach dem achten Sieg des Tenniskönigs an den Basler Swiss Indoors in der St. Jakobshalle, die auf Münchensteiner Boden liegt. Seinen Eintrag vom Sonntagabend garnierte er mit Fotos des Finalspiels und der
Siegerehrung. Zahlreiche Facebook-Freunde quittierten den Vorschlag mit Kommentaren und Likes.

Weber betont auf Anfrage, die Umbenennung der Halle auf «Roger Federer Arena» sei ein persönlicher Wunsch, den er schon lange hege –und auch seine persönliche Meinung sei. «Ich habe bisher mit meinen Regierungskollegen und mit den Kollegen in Basel nicht über das Thema gesprochen, bin aber gerne bereit, mich für das Anliegen einzusetzen.»

Die laufende Sanierung der St. Jakobshalle wäre kein schlechter Zeitpunkt für einen Namenswechsel, meint Thomas Weber. Die Chancen dafür seien schwierig zu beurteilen. «Ich finde einfach, man sollte sich ernsthaft Gedanken darüber machen.» Die Halle nach Federer zu benamsen, kommt für die Basler Regierung frühestens nach seinem Rücktritt infrage.

«Ein Bindeglied»

Roger Federer ist für Regierungsrat Weber ein «sehr positiver» Botschafter für die Schweiz und die Region. Seine Karriere habe in dieser Halle begonnen, und er habe jetzt acht Mal das Turnier gewonnen. Thomas Weber, der die Swiss Indoors schon länger und regelmässig besucht, untermauert seine Überlegung: «Roger Federer ist wie die Halle ein Bindeglied zwischen den beiden Basel.»

Der frühere GLP-Landrat Hans Furer, der vor fünf Jahren mit einem Vorstoss scheiterte, die St. Jakobshalle auf den Baselbieter Tennisstar zu taufen, kann Webers Facebook-Eintrag nur Gutes abgewinnen: «Ja, so sollte sie heissen! Aber wir haben nicht den Mut zur Grösse. Irgendwann wird es kommen. Ich hoffe einfach, dass ich das noch erleben werde.» SP-Grossrat Kaspar Sutter fordert und frotzelt: «Liebe Baselbieter, ihr müsst euch einfach an der Finanzierung der Halle beteiligen, dann dürft ihr auch beim Namen mitbestimmen.»