Ende Juni zog die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) eine erschreckende Bilanz: 31 Menschen sind in öffentlichen Gewässern ertrunken, mehr als die Hälfte davon hatte Migrationshintergrund. Auch in Basel berichteten die Medien in den Sommern 2015 und 2016 über ertrunkene Flüchtlinge und Asylbewerber. Basta-Grossrätin Beatrice Messerli fragte die Regierung an, wie diese Menschen besser vor dem Tod durch Ertrinken geschützt werden können.

Seit Freitag die liegt die Antwort vor. Zum einen soll die Sozialhilfe sicherstellen, dass die Flyer mit lebensrettenden Hinweisen der SLRG in den Asylunterkünften aufliegen. Auch in den Gartenbädern sei dies denkbar. Dort will die Regierung zudem – nach Berner Vorbild – ein Plakat aufstellen, das mittels Piktogrammen für alle verständlich die Baderegeln erklärt. Das Sportamt Basel-Stadt habe die Gefahr erkannt: «So hat sich im Sommer 2016 die ‹Basler Lösung› für die Überwachung von Flüchtlingen und Asylbewerbenden, welche begleitet ein Gartenbad besuchen, bewährt», heisst es im Schreiben der Regierung. Das Kassenpersonal melde die Gruppe per Funk an den Badmeister, damit dieser ein besonderes Auge auf die gefährdeten Personen haben kann.

Auch für den Rhein werden Massnahmen getroffen. Eine davon betrifft UMAs: «Zudem hat bereits im Spätsommer 2016 der Pilotversuch eines wöchentlichen Schwimmkurses speziell für unbegleitete minderjährige Asylsuchende stattgefunden.» Das Sportamt will nun prüfen, ob dieses Angebot für die nächste Badesaison ausgeweitet werden könnte. (bro)