In den ersten neun Monaten 2016 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 39,4 Prozent auf 5,88 Milliarden Franken. Dufry ist damit an die weltweite Spitze der Dutyfree-Händler vorgerückt.

Der Gewinn vor Steuern (Stufe Ebit) stieg gemäss Quartalsreport gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres um 150 Prozent auf 42,0 Millionen Franken. So weist Dufry einen Reingewinn von 29,9 Millionen aus, gegenüber einem Verlust von 9,2 Millionen in der Vorjahresperiode.

Europa wächst

Nach Regionen betrachtet, legte Dufry in Europa unter anderem in Spanien zu, aber auch im United Kingdom dank dem schwächelnden Pfund. Derweil hielt sich russische Kundschaft zurück, dies auch in der Türkei, wie das Unternehmen gestern Donnerstag mitteilte. In Brasilien profitierte Dufry ferner vom erstarkenden Real.

Die Integration von WDF sowie entsprechende Anpassungen seien auf Kurs. CEO Julian Diaz lässt sich mit der Aussage zitieren, Dufry sei mit einem organischen Wachstum von 1,3 Prozent im dritten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Die Verschuldung sei so seit Jahresbeginn um fast 400 Millionen Franken reduziert worden.

Parfüm: Duftes Geschäft

Grösster Umsatzträger nach Warengruppen waren Parfüms und Kosmetika mit einem Anteil von 32 Prozent. Dahinter folgten Lebensmittel mit 17 Prozent, Wein und Spirituosen mit 15 Prozent und Tabakwaren mit 12 Prozent. Auf Flughäfen entfielen 91 Prozent des Umsatzes. Mit zollfreien Verkäufen machte Dufry übrigens 60 Prozent des Umsatzes; der Rest wurde verzollt.

Bis zum kommenden Jahr hofft das Unternehmen auf mehr Synergien; deren Zielsumme wird auf 105 Millionen Franken beziffert. Unter stabilen Marktbedingungen rechnet Dufry vage mit weiteren Verbesserungen in den kommenden Quartalen.

29000 Angestellte

Dufry beschäftigt derzeit rund 29 000 Angestellte in 63 Ländern weltweit. Neben Flughäfen hat das Unternehmen noch Läden auf Schiffen, an Bahnhöfen und an Tourismus-Hotspots. (SDA/sts)