Geldpolitik
Rekord-Jahresgewinn der Nationalbank: Beide Basel erhalten zusammen fast 76 Millionen Franken

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erzielt nach ersten Berechnungen für das Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn von 54 Milliarden Franken. Jeder Kanton erhält pro Einwohner 159,24 Franken. Das sind für beide Basel zusammen fast 76 Millionen Franken.

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Mit dem rekordhohen Gewinn für das letzte Geschäftsjahr übertrifft die Nationalbank ihr bisher höchstes Ergebnis von 2014 von 38,3 Milliarden Franken deutlich.

Mit dem rekordhohen Gewinn für das letzte Geschäftsjahr übertrifft die Nationalbank ihr bisher höchstes Ergebnis von 2014 von 38,3 Milliarden Franken deutlich.

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird dank einem Rekordergebnis den Kantonen in Bälde 1,3 Milliarden Franken überweisen. Der Effekt in den Kantonskassen fällt dabei trotz eines genau austarierten Verteilschlüssels unterschiedlich aus.

Die SNB hat zwar erst heute Dienstag bekannt gegeben, wie viel Geld sie an Bund und Kantone ausschütten wird. Wie viel die einzelnen Kantone erhalten, ist jedoch vorbehältlich der Zustimmung der SNB-Generalversammlung bereits absehbar. Die Eidgenössische Finanzverwaltung hat eine entsprechende Tabelle publiziert. So erhält jeder Kanton pro Einwohner 159,24 Franken. Gemessen an der Bevölkerungsstatistik 2016 bekommt Basel-Stadt 30,6 Millionen Franken und Baselland 45,3 Millionen Franken. Viel Geld. Aber nichts im Vergleich zum Kanton Zürich, dem einwohnerstärksten Kanton. Dieser erhält 235,2 Millionen Franken. Uri als kleinster Kanton soll 5,7 Millionen Franken erhalten.

Basel-Stadt gibt mehr aus

Trotz dieses Verteilschlüssels profitieren Basler aber nicht gleich stark wie Zürcher. Diese decken mit dem SNB-Geld nämlich 1,8 Prozent des Kantonsaufwands, Basel-Stadt nur 0,7 Prozent. Die 1,3 Milliarden Franken der SNB entsprechend 1,5 Prozent aller Kantonsaufwände, womit der Stadtkanton deutlich darunter liegt. Zum Vergleich: Am meisten profitiert der Kanton Thurgau, der 2,2 Prozent des Aufwands decken kann. Baselland liegt mit 1,6 Prozent im Schnitt.

Diese Unterschiede sind kein Zufall, sondern direktes Abbild davon, wie viel ein Kanton pro Einwohner ausgibt. Je höher dieser Betrag ist, desto geringer fällt auch der SNB-Anteil am Aufwand aus. Dabei sind Gruppen und Gründe für die Ungleichheit identifizierbar.
So können jene Kantone, die von den Zentrumsleistungen der Nachbarn profitieren, Kosten sparen. Also von Stadtkantonen wie Genf und Basel-Stadt. Wobei Basel sich politisch gewollt eine sehr leistungsstarke Infrastruktur leistet und deshalb vergleichsweise wenig Profit aus dem Geldsegen erzielt. (sda/bz)