Jedes Jahr während den Sommerferien können Kinder und Jugendliche in den beiden Basel von einem attraktiven Ferienpassprogramm profitieren. In den letzten Jahren ist die Teilnehmerzahl bei allen Ferienpass-Veranstaltern in der Region enorm gestiegen, ein richtiger Boom ist festzustellen.

Wie beliebt der Ferienpass bei den Kindern und Jugendlichen ist, das zeigen aktuelle Verkaufszahlen bei allen vier Ferienpässen in der Region: Basel-Stadt, Birseck-Leimental, Laufental-Thierstein sowie X-Island Baselland. X-Island verzeichnete 2017 615 Teilnehmende, 2018 820 und in diesem Jahr wurde bereits die 1000er-Marke geknackt.

Der Basler Ferienpass verzeichnete 2017 893 verkaufte Ferienpässe, im darauffolgenden Jahr waren es schon 1023. Albrecht Schönbucher, Geschäftsführer von der Jugendarbeit Basel «Juar Basel», sagt gegenüber der bz, dass die Situation nicht immer so komfortabel gewesen sei: «Vor ein paar Jahren waren die Zahlen der Teilnehmer rückläufig. Wir haben befürchtet, dass es den Eltern zu anstrengend sein könnte, die Kinder zu den einzelnen Angeboten zu bringen.»

Man habe festgestellt, dass Eltern ihre Kinder vermehrt bei Tagestrukturen und Camps anmelden würden, bei denen die Kinder ganztags betreut werden. «Dementsprechend hat der Ferienpass sein Programm noch stärker auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt, es wurden auch vermehrt ganz- oder mehrtägige Kurse angeboten.»

Kinder sind heute braver und anständiger

Das Schöne am Ferienpass sei seine Vielseitigkeit. Im Gegensatz zu den Sportcamps und Tagesstrukturen können die Kinder jeden Tag etwas Neues machen. Das schätzen die Kinder offensichtlich, und so weckt der Ferienpass wieder vermehrt ihr Interesse. «Die Kinder haben durch das Angebot die Chance, die Welt zu entdecken», sagt Albrecht Schönbucher. Das Angebot wurde mehr auf die Aktualität ausgebaut.

Bei einer Umfrage im letzten Herbst kam heraus, dass der Ferienpass bei den Kindern und Eltern sehr beliebt ist, sagt Mary Born vom Basler Ferienpass gegenüber der bz. Born ist seit rund 20 Jahren für die Administration des Ferienpasses zuständig. Ihr ist aufgefallen, dass die Kinder heute viel braver, anständiger und wohlerzogener seien, als sie es früher erlebt habe. Und die Eltern schätzten insbesondere die Selbstständigkeit, welche die Kinder durch den Ferienpass erfahren: «In Kombination mit dem TNW-Angebot werden die Sommerferien zum Reiseerlebnis», so Born.

Jedes Jahr bestehe das Programm aus Altbewährtem und neuen Angeboten. In diesem Jahr kamen zum Beispiel die Robotik-Woche und der Robotik-Workshop neu dazu. Man habe gemerkt, dass das ein grosses Thema bei den Kindern sei.

Im Rahmen dieses Kurses wird das Programmieren von und mit Robotern beigebracht. Die Kinder lernen, mit diversen Sensoren umzugehen, damit diese vorgegebene und selbst definierte Aufgaben autonom lösen können. Der neue Cheerleading-Kurs ist schwer angesagt, aber auch der Erste-Hilfe-Kurs ist komplett ausgebucht. Und Angebote mit Tieren ziehen sowieso immer.

Sabine Carsten von den beiden Ferienpässen Laufental-Thierstein und X-Island sagt, dass auch das elektronische Anmeldesystem zum Erfolg beigetragen haben könnte: «Das ausgereifte System ermöglicht die permanente An- und Abmeldung, sollten sich die Kinder doch etwas anderes vornehmen oder kurzfristig in die Ferien fahren.»
Das Ferienpass-Team bemühe sich ab dem Anmeldestart, stark gewünschte Kurse mit zusätzlichen Angeboten auszubauen.