Resolution
Basler Lehrpersonen wünschen sich besseren Gesundheitsschutz während der Pandemie – das sind die Forderungen

Die Freiwillige Schulsynode Basel-Stadt traf sich am Mittwochabend zur Delegiertenversammlung. Der Schwerpunkt: Das Verabschieden einer Resolution mit dem Titel «Covid-19-Gesundheitsschutz verbessern», die parallel den Regierungsräten Cramer und Engelberger unterbreitet wurde.

Lea Meister
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Basler Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich in der Coronapandemie zu wenig gut geschützt. Die Forderungen des Berufsverbands wurden jetzt Conradin Cramer und Lukas Engelberger vorgelegt.

Basler Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich in der Coronapandemie zu wenig gut geschützt. Die Forderungen des Berufsverbands wurden jetzt Conradin Cramer und Lukas Engelberger vorgelegt.

Symbolbild: Alex Spichale

In erster Linie erwarte man vom Arbeitgeber, dass er seine Verpflichtungen zum Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden in der Coronapandemie spürbar wahrnehme. Die Personen, die den Schulbetrieb aufrechterhalten, müssten bestmöglich vor einer Ansteckung geschützt werden, heisst es im Einleitungstext weiter. Die Resolution enthält zehn Forderungen, die den Gesundheitsschutz optimieren sollen.

So fordert die Schulsynode unter anderem durch den Kanton eingeführte flächendeckende Massentests an allen Schulen oder eine Priorisierung der Lehrpersonen bei den Impfungen, da geschlossene Räume von maximal 60 Quadratmetern mit etwa 25 Personen täglich ein überdurchschnittliches Ansteckungsrisiko mit sich brächten. Im direkten Zusammenhang damit steht die Forderung nach bezahltem Urlaub für Impftermine, die während der Unterrichtszeit wahrgenommen werden müssen. Stand jetzt steht den Lehrpersonen dafür eine Stunde zur Verfügung.

Bessere Schutzausrüstung und Miteinbezug bei geplanten Massnahmen

Weitere Forderungen sind die Optimierung der Schutzausrüstung an den Schulen und faire Lernbeurteilungs- und Promotionsregelungen an allen Schulen, welche die pandemiebedingte Situation berücksichtigen. Weiter verlangt die Synode, in die Planung von bevorstehenden neuen Pandemie-Schutzmassnahmen oder Lockerungen miteinbezogen zu werden.

Unabdingbar sei ausserdem eine Vorabinformation der Direktbetroffenen bei Änderungen der Schutzvorschriften. Auch das konsequente Monitoring und die wöchentliche Veröffentlichung der Ansteckungszahlen ist ein Teil der aufgelisteten Forderungen. Schulschliessungen und Fernunterricht müssten ausserdem stets die «Ultima Ratio» bleiben, stattdessen soll, wann immer möglich, Unterricht in Kleingruppen vorgezogen werden.