Das Zürcher Gastrounternehmen Candrian, das seit 2008 Pächter des Traditionslokals ist, entschied in diesem Jahr nicht nur verkürzte Öffnungszeiten der Campari Bar, sondern auch die Schliessung der Kunsthalle Bar.

Zwar kann im dazugehörigen Fumoir noch geraucht werden, die Bar ist aber nicht mehr bedient. Zudem ist die Belegschaft verunsichert: Zwischen Mai und August wurde das fünfköpfige Team der Campari Bar ausgewechselt, und im August erhielt Ettienne Schmitt, seit mehr als drei Jahren Chef de Service, die Kündigung. „Dies kam für mich sehr überraschend“, sagt er der „Schweiz am Sonntag“.

Wie Recherchen zeigen, haben die Candrians mit der Kunsthalle seit der Übernahme im 2008 noch nie schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz sei jedoch stabil, sagt Martin Hatebur, Präsident des Kunstvereins, dem die Liegenschaft am Steinenberg gehört. Die Candrian Catering muss dem Verein jedes Jahr einen umsatzabhängigen Pachtzins abliefern.

Hatebur sagt, man sei mit den Candrians im Gespräch, wie der Umsatz gesteigert werden könne. Auch, welche Änderungen wieder mehr Gäste in die „Kunsti“ bringen könnten. Denn Hatebur sagt offen, dass der Kunstverein es sehr schade fände, dass die Kunsthalle Bar geschlossen sei. „Auch wenn es aus wirtschaftlicher Sicht Sinn macht.“