Umbau
Restaurant Kunsthalle wird zum Freiluft-Lokal

Nach den neuen Pavillons im Garten im letzten Jahr erfolgen heuer von Juli bis November im Restaurant Kunsthalle im Untergeschoss grosse Umbauarbeiten. Die rückwärtigen Räumen, die komplette Haustechnik, Küche und Buffetanlage werden erneuert.

Tobias Gfeller
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Von Juli bis November gibt es im Restaurant Kunsthalle im Untergeschoss grosse Umbauarbeiten. (Archiv)

Von Juli bis November gibt es im Restaurant Kunsthalle im Untergeschoss grosse Umbauarbeiten. (Archiv)

zvg

«Ja, wir brauchen in diesem Sommer ganz besonders schönes Wetter», sagten die Verantwortlichen des Restaurants Kunsthalle an der gestrigen Medieninformation einhellig. Denn die Umbaumassnahmen im Innenbereich des Lokals führen dazu, dass sowohl der «Schluuch» wie auch der weisse Teil für rund fünf Monate geschlossen bleiben.

Von Anfang Juli bis Mitte November werden unter der Leitung des Basler Architekturbüros Miller & Maranta das gesamte Untergeschoss mit den rückwärtigen Räumen, der kompletten Haustechnik, der Küche und der Buffetanlage erneuert. «Dieser Umbau ist dringend notwendig geworden, damit in der Kunsthalle für die nächsten 25 Jahre ein reibungsloser und sicherer Betriebsablauf gewährleistet werden kann», erklärte gestern Thomas Keller, Finanzchef der Candrian Catering AG, die das Restaurant seit 2008 führt.

Bei Regen 140 Plätze weniger

Keller ist zuständig für die Grossprojekte der Catering Firma und ist überzeugt, dass sich der Umbau lohnen wird: «Wir können dann unseren Mitarbeitern zeitgemässe und schöne Arbeitsplätze bieten und qualitativ noch besser arbeiten.» Die in den Jahren strenger gewordenen Gesetze über den Betrieb eines Restaurants hätten die Umbauarbeiten zusätzlich erfordert.

Die im Innern wegfallenden Plätze können nur teilweise ersetzt werden. «Der weisse Teil wird in die Campari Bar integriert und der «Schluuchteil» wird in den Garten disloziert», beschreibt Keller das Vorgehen, um die beiden wichtigen Innenbereiche einigermassen zu erhalten. Die Campari Bar fällt weg. Auf eine Komplettüberdachung des Gartens wird aus atmosphärischen Gründen verzichtet.

Bei ganz schlechtem Wetter fällt also ein grosser und gewichtiger Teil des Restaurants weg. «Wenn es regnet, haben wir noch Platz für 135 Gäste. Wenn es schön ist, kommen 140 dazu», rechnet Geschäftsführer Christian Vultier vor. Die Zahlen zeigen, wie abhängig das Restaurant in diesem Sommer von Petrus ist: «Wunderschönes Wetter würde uns viel helfen», wiederholt deshalb Candrian Catering-CEO Claudio Bieri gebetsmühlenartig.

Speisekarten nähern sich an

Die Stammgäste wurden bereits im Vornherein über den Umbau und seine Folgen informiert. Neben den veränderten Raumaufteilungen gibt es auch im kulinarischen Bereich kleine Anpassungen. Mit einer Auswahl an Klassikern und einem leicht reduzierten Angebot, welches aus der mobilen Ersatzküche kommt, wollen die Verantwortlichen den Gästen die Wartezeit bis November so angenehm wie möglich gestalten.

«Das spezielle Angebot vom weissen Teil und dem «Schluuch» nähern sich während der Umbauphase leicht an», sagt dazu Thomas Keller. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund sieben Millionen Franken.

Für Christian Vultier, der erst seit dem 1. März den Betrieb leitet, sind es aufregende erste Monate. Vier spannende Wochen mit einer erfolgreichen Baselworld habe er hinter sich. «Jetzt gilt es, sich auf die ART Basel im Juni vorzubereiten.» Vultier war zuletzt Managing Director des Basel Tattoo und zuvor Geschäftsführer der Basler Personenschifffahrt Gesellschaft.