Das Schiff MS «Baslerdybli» soll gerettet werden, denn ab 2019 läuft die Betriebsbewilligung in seiner heutigen Form aus. Nun hat Christoph Bürgin, ehemaliger Fasnachts-Comité-Obmann, den Auftrag erhalten, mit Interessierten zu sprechen, die das Schiff retten sollen. Dazu soll ein Verein gegründet werden, heisst es bei der Basler Personenschifffahrt (BPG) auf Anfrage. Für die BPG sei die Renovation des Schiffs schlicht zu teuer, sagt Verwaltungsratspräsident Daniel Thiriet. Er spricht von Kosten von 1,5 bis 1,7 Millionen Franken. Deshalb kam die Idee auf, das Schiff an einen Verein abzugeben.

Der Wunschtraum der BPG wäre laut Thiriet, dass man das Schiff dem Verein abgeben könnte, keinen Unterhalt mehr zahlen müsste und das Schiff bei Bedarf mieten kann. Der Verein ist aber noch nicht gegründet. Ziel sei es laut Bürgin, dass das Schiff auch in Zukunft rege genutzt wird: «Es bringt nichts, wenn es einfach rumsteht.» Für Thiriet wäre es schade, wenn das Schiff nicht mehr fahren würde. «Das ‹Baslerdybli› ist das Bekannteste unserer Schiffe und sehr beliebt bei der Bevölkerung.» Deshalb auch der Versuch, das Schiff zu retten. Der Lällekönig hingegen wurde eben erst verkauft.

Die MS «Baslerdybli» wurde 1980 gebaut, das Interieur stammt von einem noch älteren Schiff. Für die BPG schloss sich mit dem neuen Schiff Rhystärn ein Kreis: Das «Baslerdybli» ist das erste Schiff des Ingenieurs, der auch für den Bau des «Rhystärn» verantwortlich zeichnete. Und der «Rhystärn» war dann auch sein letztes Projekt.