Rhein

Rhein «grust» Badegäste: Wasserqualität lässt zu wünschen übrig

Schwimmer müssen sich nach dem Bad im Rhein gut abduschen

Schwimmer müssen sich nach dem Bad im Rhein gut abduschen

Noch im letzten Jahr bestach der Rhein durch seine hervorragende Wasserqualität (wir berichteten.) Doch sobald das Wetter wechselhaft ist, sinkt auch die Wasserqualität So auch in diesem Jahr. Badegäste sollten sich also nach einem Sprung ins kühle Nass gründlich abduschen.

In den letzten Wochen fielen aussergwöhnlich viele Hochsommertage ins Wasser. Was für die Pflanzen ein Segen ist, ist Gift für die Wasserqualität in den Flüssen. Bei Regen nimmt die Zahl der Viren und Bakterien zu, weil Kläranlagen überfordert sind und das Abwasser direkt in die Gewässer leiten.

Die Qualität des Rheinwassers sei darum zurzeit nur akteptabel, wie Sylvia Gautsch vom Basler Kantonslabor gegenüber «Basilisk» bestätigt.

Auf Anfrage der bz erklärt Gautsch, dass es in den letzten Tagen vor allem in den Bergen heftige Gewitter gab, welche zum Zuflüsse in den Rhein verunreinigten. Die Annahme einer akteptablen Wasserqualität sei aber lediglich durch eine Beurteilung von blossem Auge erfolgt. «Wir haben keine aktuellen Analysen gemacht, die die das genaue Ausmass der Verunreinigung zeigen», so Gautsch. «Ob es Salmonellen im Gewässer hat, kann also nicht beurteilt werden.»

Die wirkliche Gefahr ist eine andere

Analysen werden nur punktuell und nicht regelmässig erstellt. «Wir überprüfen die Qualität drei Mal pro Badesaison. Dieses Jahr ist erst eine Analyse erfolgt, zwei weitere stehen bevor.»

Muss man nun Angst haben, nach einem Bad im Rhein krank zu werden?

«Bei der ganzen Diskussion um Verunreinigungen, geht die wirkliche Gefahr dieses Flusses vergessen», gibt Gautsch zu Bedenken. «Die Strömung ist im Moment sehr stark und die Gefahr vor dem Ertrinken um einiges grösser als eine mögliche Durchfallerkrankung. (agt)

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