St. Johann

Rheinschwimmen: Gefahrenzone wird neu zum Badeparadies

Der neue Rheinuferweg im St. Johann ist nicht nur für Fussgänger und Velofahrer, sondern auch für Rheinschwimmer attraktiv.

Der neue Rheinuferweg im St. Johann ist nicht nur für Fussgänger und Velofahrer, sondern auch für Rheinschwimmer attraktiv.

Am 23. April wird der erste Teil des Rheinuferwegs zwischen der Dreirosenbrücke und der Grenze zu Frankreich eröffnet. Das bringt den Rheinschwimmern auch neue Möglichkeiten.

Seit der Belebung des Rheins durch Buvetten und angesichts der steigenden Beliebtheit des Rheinschwimmens im Sommer ist klar: Man geht ans Kleinbasler Rheinufer. Zum einen, weil man dort länger die Sonne geniessen kann, und zum anderen, weil es auf der Grossbasler Seite keine wirklichen Alternativen gibt.

Gegenteil vom letzten Jahr

Ab dem 23. April ist dies anders. Dann eröffnet mit vier Jahren Verspätung der Elsässerrheinweg zwischen Dreirosenbrücke und Hüningen. Der neue Weg soll zum einen der einfacheren Grenzüberschreitung zwischen Basel, Huningue und Weil am Rhein dienen, aber auch das Rheinufer für alle Nicht-Novartis-Mitarbeiter öffnen. Denn das Areal des Hafens St. Johann gehört abgesehen vom neuen Rheinuferweg der Novartis, die dort auch ihr Restaurant «Lokami» eröffnet. Dieses wird öffentlich zugänglich sein. Genauso wie die grosszügigen Terrassen. Spannend ist aber vor allem, dass vor der neuen Basler Uferpromenade auch gebadet werden kann. An einer Stelle also, die noch vor einem Jahr in der offiziellen Wegleitung für Rheinschwimmer, der «dr Bach ab-Karte», als Gefahrenzone galt. Auf Grossbasler Rheinseite konnte schon immer gebadet werden – aber nur an gewissen Stellen, zu denen die Zone vor und nach der Dreirosenbrücke eben nicht gehörte.

Dass dort nun problemlos gebadet werden kann, hängt mit dem Rückbau des Hafens St. Johann zusammen. Damit seien die Gefahren entfernt worden, wie vom zuständigen Bau- und Verkehrsdepartement zu vernehmen ist. Mit dem Rückbau der Hafen-Infrastruktur und der Silos wurde im August 2010 begonnen. Nach Abschluss dieser Arbeiten und den durchgeführten Bodensanierungen kann also künftig dort gebadet werden. Für die Rheinschwimmer wurden extra vier Duschen, zwei Treppen und zwei Ausstiege gebaut. Diese sind alle auf dem Schweizer Wegstück installiert.

Dichter- und Keltenspuren

Neben den neuen Schwimm-Möglichkeiten bietet der Elsässerrheinweg noch weitere Attraktionen. Zum einen der von der Dreirosenbrücke über Huningue bis nach Weil am Rhein führende trinationale Dichterweg mit 24 Tafeln mit Gedichten aus dem Dreiland. Zum anderen kann durch archäologische Guckrohre ein Blick auf die Überreste einer keltischen Siedlung erhascht werden. Das Gebiet der neuen Rheinpromenade liegt nämlich auf dem Areal einer national und international wichtigen keltischen Siedlung.

Der einzige Mangel des neuen Rheinuferwegs: Vorerst wird er nur an den Wochenenden uneingeschränkt geöffnet sein, weil die Lindansanierungen noch immer nicht abgeschlossen sind. Deshalb könnten auch Geruchsemissionen den neu möglichen Rheinschwumm beeinträchtigen.

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