Rheinufer
Rheinterrassen sind nicht für alle zugänglich: Für Rollstuhlfahrende gibt es keine Rampe

Die neuen Rheinterrassen laden seit wenigen Tagen zum Verweilen ein. Doch nicht für alle: Die Holzterrassen sind nicht rollstuhlgängig. Und sollen es auch nicht werden.

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Rollstuhfahrenden wird der Zugang zu den Rheinterrassen verwehrt.

Rollstuhfahrenden wird der Zugang zu den Rheinterrassen verwehrt.

Kenneth Nars

Gegenüber Energy Basel klagt Peter Hablützel, der selbst im Rollstuhl sitzt, dass es es keine Zugänge für Rollstuhlfahrende zu den Rheinterrassen gibt. Es gibt keine Rampe, über welche man auf das Holzpodest fahren könnte.

Wenn ein Mensch im Rollstuhl über die Erhöhungen rauf- und runterrollen muss, sei das laut Hablützel ein Sicherheitsproblem: «Das kann böse ende, wenn man umfällt», sagt er gegenüber Energy. Für ihn sei es unverständlich, dass die Behörden so etwas vergessen konnten. Denn eigentlich ist die Gesetzgebung klar: Das neue Behindertengesetz besagt, dass jeder Neubau automatisch rollstuhlgängig sein muss.

Das Bau- und Verkehrsdepartement hat zu diesem Thema gegenüber Energy Stellung bezogen. Man musste bei der Planung bewusst auf die behindertengerechte Nutzung der Rheinterrassen verzichtet werden, erklärt Mediensprecher Daniel Hofer. Es bestünde eine zu grosse Gefahr, dass Rollstuhlfahrende von der obersten Terrasse fallen könnten. Denn dort gibt es kein Geländer und es soll auch keines gebaut werden. Aus diesem Grund wird es keine Rampe für Rollstuhlfahrende geben.