Ab 2018 will das Bundesamt für Strassen (Astra) die Osttangente sanieren. Dieser Abschnitt der A2 bei Basel ist einer der meistbefahrenen in der Region. Die Verkehrsbelastung ist derart hoch, dass schon lange nach einer Lösung für das «Nadelör» gesucht wird.

Nun soll es also endlich vorwärts gehen. Das Astra wil unter anderem Brückenanlagen, die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung sowie der Belag im Abschnitt Gellert erneuert. Die Sanierung soll vorraussichtlich bis 2025 dauern. Für die Projektierung wurden vom Astra bereits 20 Millionen Franken vergeben.

Die vom Astra Mitte 2014 vorgeschlagene neue Tunnelverbindung soll zwischen dem A2-Zubringer Birsfelden und der Nordtangente entstehen. Das soll die bestehende Autobahn vom Verkehr mit Frankreich und dem Westen Basels sowie Allschwil entlasten. Der Bund wolle diese pro Richtung einspurige Basisvariante finanzieren, teilte das Astra am Montag mit.

Die Basisvariante soll ab 2040 ein Verkehrsvolumen von rund 40'0000 Fahrzeugen von der Osttangente nehmen. Zusätzliche knapp 20'000 Fahrzeuge könnten den Tunnel nutzen, wenn er auch noch Anschlüsse nach Norden zur Deutschen Autobahn A5 bekommt. In dieser erweiterten Variante sind zwei Fahrspuren pro Richtung vorgesehen.

Tunnelbau ab 2029 geplant

Den auf 300 Millionen Franken geschätzten Zusatz-Ast nordwärts plant das Astra nun gleich mit, will ihn aber nicht alleine bezahlen. Der Bundesbeitrag bemesse sich am Nutzen für die Nationalstrasse, hiess es dazu ohne Zahlen. Den Rest muss Basel-Stadt möglicherweise alleine übernehmen, da Baselland bereits früher abgewinkt hatte - trotz Nutzen für Birsfelden.

Das Generelle Bauprojekt für den Rheintunnel samt Deutschland-Ast, das bis etwa 2018 vorliegen dürfte, soll die Kosten mit einer Genauigkeit von plusminus zehn Prozent konkretisieren. Dann soll auch der Verteilschlüssel feststehen. Den Baubeginn plant das Astra ab 2029. Fertig werden soll der Tunnel innert voraussichtlich acht Jahren.

Davor, von 2018 bis voraussichtlich 2025, saniert das Astra unter laufendem Verkehr die bestehende Osttangente. Dabei will Basel-Stadt Lärmschutzmassnahmen finanzieren, die über das gesetzliche Minimum hinaus gehen - näheres dazu werde nach laufenden Lärmuntersuchungen festgelegt. Über die entsprechenden Mittel muss dann der Grosse Rat befinden, wobei ein Referendum möglich ist.

Die Osttangente ist Teil der Nord-Süd-Achse zwischen Deutschland und Italien. Mit bis zu 150'000 Fahrzeugen täglich ist die Autobahn aus den 1960er- und 1970er-Jahren jedoch überlastet. 2008 war ein Ausbauprojekt mit oberirdischer Führung vorgelegt worden. Aufgrund von Widerstand vor Ort wegen markanter Mehrbelastung für Anwohner wurden aber in der Folge Tunnellösungen geprüft. (sda/zam)