Huningue
Rheinuferweg führt auf einem 180 Meter langen Steg an BASF vorbei

Der Uferbereich der Rheinuferpromenade auf der französischen Seite der Grenze ist wesentlich einfacher zu gestalten, da bereits Strassen vorhanden sind. Er soll später auch bepflanzt werden. Der Steg wird durch farbige Holzstäbe markiert werden.

Peter Schenk
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Der Steg kostet 35'000 Euro und ist 3,50 bis 4 Meter breit. Im Hintergrund die Zelte der Lindan-Sanierung und das neue Hochhaus vom Campus Novartis.

Der Steg kostet 35'000 Euro und ist 3,50 bis 4 Meter breit. Im Hintergrund die Zelte der Lindan-Sanierung und das neue Hochhaus vom Campus Novartis.

IBA Basel 2020

Der französische Teil der Rheinuferpromenade ist mit einer Länge von 1'850 Metern ungleich länger als der schweizerische, war aber in grossen Teilen einfacher zu gestalten. 1,1 Kilometer verlaufen auf bereits bestehenden Strassen. Auf der Höhe der Chemiefabrik BASF allerdings ist der Uferbereich sehr schmal und abfallend, was den Bau eines zirka 180 Meter langen Steges notwendig machte.

Der neue Uferweg ist insgesamt 2'400 Meter lang.

Der neue Uferweg ist insgesamt 2'400 Meter lang.

nch/mta

Im Frühjahr 2015 lancierte die Internationale Bauausstellung IBA Basel 2020 gemeinsam mit der Stadt Huningue F und dem Departement Haut-Rhin einen Ideenwettbewerb zum Steg. Bestandteile waren unter anderem die Gestaltung der notwendigen Explosionsschutzmauern auf dem BASF-Gelände, die Uferbereiche unterhalb des Steges sowie die Anbindung an die gesamte Promenade. 82 Teams hatten sich eingeschrieben und insgesamt gingen 32 Arbeiten aus Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Österreich ein.

«Es ging darum, einen stark industrialisierten Ort aufzuwerten und ihm eine neue Identität zu geben», erklärte IBA-Geschäftsführerin Monica Linder-Guarnaccia diese Woche auf der Vernissage zu der kleinen und einfachen Ausstellung in Huningue, in der man sich über die zehn besten Projekte informieren kann.

Den ersten Preis gewann «La vague cycliste» von einem Team aus Versailles bei Paris. «Es besticht durch eine schonende Bepflanzung des Uferbereichs und eine durchgehende Markierung des Stegs durch farbige Holzstäbe, die dem Ort eine spezifische Identität geben», lautete die Begründung der Jury.

Für das Vorhaben, das jetzt im Bau ist (siehe Foto), stand die im Vergleich zur Basler Seite bescheidene Summe von 35 000 Euro zur Verfügung. Die Kosten der gesamten Strecke auf der französischen Seite sind von ursprünglich geplanten 2,8 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro gestiegen.

«Das Vorhaben war schwer umzusetzen und liegt uns sehr am Herzen. Der Rhein verbindet uns, und die Rheinuferpromenade wird für Freizeit und Arbeit eine wichtige Rolle spielen. Zum Frühjahr 2016 werden alle sie benutzen können», freute sich Jean-Marc Deichtmann, Maire von Huningue.

La Timonerie, 3, quai du Maroc, Huningue 10.11.–9.12., Di–Fr, 13.30-17 Uhr, Sa/So 10–16.30 Uhr. 5./6.12. zu.