Auf der Schweizer Seite sollen die Arbeiten an der neuen Rheinuferpromenade laut Rodolfo Lardi, stellvertretender Leiter des Tiefbauamts, im Frühjahr 2013 beginnen: «Ich gehe davon aus, dass wir Mitte 2015 fertig sind.» Vom St. Johannspark entsteht bis zur französischen Grenze für 28 Millionen Franken ein mindestens vier Meter breiter Promenadenweg.

Dieser liegt einen halben Meter oberhalb des hundertjährigen Hochwassers. Zusätzlich wird der Bermenweg, gut einen Meter über dem Mittelwasser des Rheins mit Treppen und Duschen für Rheinschwimmer ausgestattet. Auf dem Promenadenweg sollen auf gekiesten Ausweitungen auch Sitzbänke stehen.

Mauern statt Böschungen

Die Basler Regierung war in ihrem Ratschlag zum Projekt noch von der Fertigstellung Mitte 2014 ausgegangen. Das Jahr Verzögerung ist laut Lardi auf Umplanungen dort zurückzuführen, wo zwei Parks an den Novartis Campus angrenzen und Novartis statt der vorgesehenen Böschungen und Zäune eine drei Meter hohe Mauer wollte.

Ausserdem gab es auf der französischen Seite Probleme mit den Behörden, die den Uferweg nicht genehmigen wollten, da er an der als gefährlich eingestuften Chemiefabrik BASF vorbeiführt. BASF erklärte sich schliesslich bereit, Versorgungsleitungen und Tanks in den Boden zu verlegen.

Der Gefahrenbereich konnte so derart reduziert werden, dass der Bau des Velowegs möglich wurde. Die Arbeiten bei BASF beginnen Mitte Dezember 2012 und werden Ende Januar 2013 abgeschlossen sein, bestätigt die BASF-Medienstelle.

Eine weitere Verzögerung von 18 Monaten bringt laut Jacques Romon, Generalsekretär der Mairie von Huningue, die Sanierung und der Abriss der Kläranlage Steih. Sie befindet sich direkt an der Grenze neben dem Novartis Campus, und der Boden unter ihr ist chemisch belastet. Die Arbeiten haben im Sommer begonnen und sollen insgesamt zwei Jahre dauern. «Der Uferweg war ursprünglich nicht breit genug und wir hätten Stützen in den Rhein bauen müssen. Nach den Arbeiten können wir auf der Böschung bleiben. Das reduziert die Kosten›, freut sich Romon.

Weitere Verzögerungen möglich

Romon ist trotz der Sanierungsarbeiten überzeugt, dass der Veloweg auf der französischen Seite 2015 fertig sein wird. Das glaubt auch Rodolfo Lardi: «Bis jetzt sind wir immer davon ausgegangen, dass die Franzosen viel schneller fertig werden als wir.»

Verzögerungen seien bei derartigen Baustellen allerdings nie vollständig zu vermeiden. Ein Problem könnte das Asylschiff werden, das in der Nähe des Restaurants Rhypark anlegen soll. «Bis Ende 2013 muss es wieder weg sein. Sonst kann ich mit den Arbeiten für den dort geplanten Stahlsteg nicht beginnen», sagt Lardi.