Buvetten
Rhyschänzli eröffnet: Am Rhein ist schon Sommer

Seit Donnerstag können sich Geniesser wieder ein kühles Getränk oder leckere Spezialitäten am Rhein gönnen. Das Rhyschänzli machte den Anfang, sechs weitere Buvetten folgen in den nächsten Wochen.

Tobias Müller
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Rhyschänzli eröffnet: Am Rhein ist schon Sommer

Rhyschänzli eröffnet: Am Rhein ist schon Sommer

Kenneth Nars

Langsam kommt Sommerstimmung auf in Basel. Die Sonne zeigt sich mehr und mehr, die Temperaturen steigen, die Abende werden länger.

Passend dazu öffnete die Buvette Rhyschänzli-Kaserne vorgestern bereits ihre Tore, zapfte das erste Bier und bot erstmals wieder ihre bekannten Burger an.

Und das fast einen Monat früher als in den Jahren zuvor. Dem Wetter und den warmen Temperaturen sei dank.

Gemütliches Zusammensitzen am Rhein bei einem kühlen Getränk, einem Kaffee oder einem kleinen Snack – ab sofort ist dies wieder möglich.

Basel verfügt mit seinen sieben Buvetten über ein grosses Angebot. Sechs davon befinden sich direkt am Rhein, das Bollwerk oberhalb der Heuwaage bildet die Ausnahme.

Was sie aber alle gemeinsam haben: Sie sind Kult bei der Basler Bevölkerung. Es sind Institutionen, bei allen längstens bekannt.

Spätestens im Sommer dann, wenn der Rhein wieder für eine Runde Schwimmen einlädt, ist das Bier oder das Glas Wein danach in der Buvette fast schon Pflicht.

Es hat für jeden etwas

Das breite Angebot in Basel bietet für jeden etwas, ganz individuell. Da gibt es ausgezeichnete mediterrane Häppchen oder Fischgerichte, dort die grösste Bierauswahl in der Region. Jede Buvette bietet ihre eigenen Spezialitäten und Besonderheiten an (siehe Karte). Kulinarisches Herz, was willst du mehr?

Nach dem Rhyschänzli werden die restlichen sechs Buvetten ihr Angebot der Basler Bevölkerung nach und nach anbieten können.

Spätestens im Mai dann, wenn auch der letzte Standort seine Türen öffnet und seine Spezialitäten anbieten kann, ist die Saison 2016 im vollen Gange.

Sechs Monate lang können sich Interessierte dann jeweils vor Ort verköstigen lassen – so lange dauert die Betriebsbewilligung der Stadt Basel für öffentliche Buvetten.

Neu auch im St. Johann

Dabei gibt es einen Neuling unter den Basler Anbietern in diesem Jahr. Beim St. Johann Rheinweg reifte in den letzten Wochen und Monaten das Konzept eines neuen Standortes.

Speziell dabei: Anders als die fünf übrigen Container am Rhein befindet sich dieser beim St. Johanns Park auf der Grossbasler Seite.

Für Schwimmer wird diese Buvette also im Hochsommer nicht direkt nach dem «Schwumm» zugänglich sein – erlaubt ist das Schwimmen bekanntlich nur auf der rechten Seite des Flusses.

Ob am Rhein oder nicht. Ob auf der Grossbasler Seite oder im Kleinbasel: Das Angebot an Buvetten am Rheinknie ist reich und lebt von Individualität. Davon profitiert vor allem jemand: der Basler Bürger.

Der Frühlingsstart, die immer wärmeren Temperaturen und das erste gezapfte Bier im Rhyschänzli ist der Startschuss in eine hoffentlich lange Buvetten-Saison.

«Problem? Es gibt ja noch die Fähre»

Neueröffnung: Auch im St. Johann gibt es ab diesem Jahr eine Buvette. Christoph Nyfeler, einer von drei Besitzern, gibt Auskunft.

Herr Nyfeler, die Buvette beim St. Johanns-Park wird die Siebte in Basel sein. Ist das Angebot in der Stadt nicht schon gross genug?
Christoph Nyfeler: Diese Frage höre ich nicht zum ersten Mal. Es gab kritische Stimmen, dass der öffentliche Raum Basel doch nicht noch für eine weitere Buvette Platz machen muss. Aber ich denke, dass das St. Johann einen eigenen Stand verdient, ja sogar braucht. Ich bin überzeugt, dass wir den öffentlichen Raum schön bespielen werden mit unserem Konzept und dass die Leute zufrieden sein werden.

Welches Publikum wollen Sie mit Ihrer Buvette anlocken?

Wir hoffen natürlich auch ein bisschen auf unsere Stammgäste des Cafés (die Betreiber der St. Johann Buvette führen ebenfalls das Café St. Louis; die Red.). Aber natürlich wollen wir auch Neukunden anlocken. Wir wollen mit der schönen Lage und der Qualität unserer Produkte überzeugen.

Im Sommer, wenn die Schwimm-Saison im Rhein beginnt, werden Sie aber spätestens Probleme bekommen. Das Schwimmen auf der Seite Grossbasel ist ja bekanntlich nicht erlaubt.

Natürlich ist uns das bewusst. Aber wir sehen das nicht als Problem an, sondern eher sogar als Vorteil. Gerade darum, weil es dann im Kleinbasel sehr viele Leute haben wird, können wir mit der Ruhe und der Abgeschiedenheit unseres Standortes punkten. Und es gibt ja auch noch die Fähre, die direkt zu uns rüber führt.

Wie sehen die langfristigen Pläne für die Buvette im St. Johann aus?

Wir haben einen Fünfjahresvertrag mit der Stadt Basel abgeschlossen, mit der Option für fünf weitere Jahre. Wir denken also langfristig, sonst würde die finanzielle Rechnung nicht aufgehen. Aber wir freuen uns natürlich zuerst einmal auf den Sommer und sind gespannt, wie wir bei den Leuten ankommen werden. Bis dahin gibt es aber noch einiges an Arbeit zu erledigen.