Bilanz
Riesige Nachfrage: Die Solidaritäts-Plakette aus Basel wurde sogar nach Amerika und Teneriffa verkauft

Der Verein «Fasnachtsmanufakturen beider Basel» lancierte Ende Oktober eine eigene Plakette. Insgesamt wurden 20'000 Solidaritäts-Plaketten verkauft – weit über die Kantonsgrenzen hinaus.

Aimee Baumgartner
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So sieht die Solidaritäts-Plakette aus.

So sieht die Solidaritäts-Plakette aus.

Juri Junkov

Die Absage der Basler Fasnacht 2020 und die lange unsichere Planung für das darauffolgende Jahr traf die Larven- und Schneider-Ateliers in der Region Basel hart. Die Aufträge blieben aus, ihnen fehlte das Geld.

Aus diesem Grund schlossen sich neun Ateliers zusammen, die von der Fasnacht leben, und gründeten den Verein «Fasnachtsmanufakturen beider Basel». Ihr Ziel: eine eigene Plakette, die als finanzielle Unterstützung in der Coronakrise dienen soll. Der Gewinn wird unter den beteiligten Ateliers aufgeteilt, selbstverständlich solidarisch.

Ende Oktober kam die Solidaritäts-Plakette in den Verkauf. Bereits am ersten Tag wurden die Verkaufsstellen überrannt – gewisse waren bereits nach wenigen Stunden bereits ausverkauft. 5'000 Plaketten waren ursprünglich angedacht gewesen, in kürzester Zeit wurde die Produktion verdoppelt.

Die Nachfrage nahm weiter zu

Zuletzt wurde die Produktion erneut verdoppelt. Seit Oktober produzierte die Firma Prägetech AG in Allschwil somit 20'000 Solidaritäts-Plaketten. Mit diesem Ergebnis sei der Verein sehr zufrieden, sagt Angie Stohler vom Atelier Dildi. «Wir sind überwältigt von der grossen Solidarität, die uns die Fasnächtler und die Nordwestschweizer mit ihren Plakettenkäufen entgegengebracht haben.»

Die Solidaritäts-Plaketten seien in die ganze Schweiz verschickt worden und sogar nach Frankreich, Deutschland, Österreich, Amerika und Teneriffa. Es scheint, als kenne die Solidarität keine Grenzen – zumindest geografisch.