Schwan äusserte sich bei der Präsentation der Halbjahreszahlen von Roche auf eine Journalistenfrage zur 1:12-Initiative. Er wolle Zurückhaltung üben, da es nicht seine Rolle sei, dem Schweizer Stimmvolk Empfehlungen abzugeben, sagte der Österreicher. Doch sei es wichtig, Fakten zu vermitteln.

Roche sei seit fast 120 Jahren in Basel, fühle sich hier sehr, sehr wohl, habe sehr gute Bedingungen und auch die Möglichkeit, sehr gute Leute nach Basel zu holen. Schwan verwies dabei auf das Beispiel des Forschungsleiters in der Schweiz, den Roche ersetzen musste.

Diese müsse hohe Anforderungen in Forschung, Umsetzung und Führung erfüllen, und der Posten sei schliesslich international besetzt worden. Unter der Regelung der 1:12-Initiative wäre es gemäss dem Roche-CEO indes nicht möglich gewesen, den Betreffenden in die Schweiz zu holen. Und dies würde auch für andere Kaderpositionen gelten.

Er sei jedoch optimistisch, dass die Initiative keine Chance habe, sagte Schwan weiter. Denn das Stimmvoll wisse, dass Unternehmen wie Roche, Nestlé und andere sehr gute Firmen seien, die zum Wohlstand beitragen. (sda)