Kesslergrube

Roche geht bei Deponie-Sanierung auf Nummer sicher

Blick auf das BASF Gelände mit der Kesslergrube

Blick auf das BASF Gelände mit der Kesslergrube

Eine neue Ölsperre soll bei der Sanierung der Chemiemülldeponie Kesslergrube verhindern, dass der Rhein verschmutzt wird.

Sicher ist sicher. Denn auch bei einer Deponiesanierung kann einiges schiefgehen. Der Basler Pharmakonzern Roche ist daran, seinen Anteil der Kesslergrube in Grenzach vollständig auszuheben und den gelagerten Chemiemüll verbrennen zu lassen. Die Grube liegt vis-à-vis dem Containerterminal im Birsfelder Hafen und damit nur wenige hundert Meter vom Trinkwassererfassungsgebiet Hardwald. Zudem befindet sie sich unmittelbar am Rhein.

Um dessen Schutz sicherzustellen, haben die Gemeinde Grenzach-Wyhlen und die Roche nun eine Nutzungsvereinbarung über Einsatz und Unterhalt einer Ölsperre inklusive Transportanhänger unterzeichnet. Die Ölsperre soll dann zum Einsatz kommen, wenn sich stromaufwärts am Schiffsanleger der Kesslergrube eine Havarie oder Leckage ereignen sollte. Dabei verhindert die Sperre eine weitere Ausbreitung der Verschmutzung an der Wasseroberfläche – für den Oberbürgermeister von Grenzach-Wyhlen Tobias Benz ein «wichtiger Beitrag zum Umweltschutz».

Die Sanierung wird voraussichtlich bis 2021 dauern und Roche gegen 240 Millionen Euro kosten. Das sanierte Gelände soll später gewerblich genutzt werden. An der Stelle befanden sich zwischen 1913 und 1969 mehrere Kiesgruben, die seit den 50er-Jahren wieder aufgefüllt wurden, auch mit Abfällen der chemisch-pharmazeutischen Industrie. In der Grube wurden rund 310'000 Kubikmeter Material abgelagert. Ein weiterer Teil der Grube gehört BASF. Er umfasst 38'000 Quadratmeter. BASF will den belasteten Boden mit einer unterirdischen Dichtwand und einer Oberflächendichtung einschliessen. Ein Entwässerungs- und Reinigungssystem soll sicherstellen, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen.

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