Roche hält vollumfänglich an der 3-Milliarden-Investition in Basel fest, bekräftigte Roche-Chef Severin Schwan an der Medienkonferenz gestern in Basel. Die Investition wäre übrigens auch getätigt worden, wenn der Frankenaufwertungsschock schon vor der Entscheidungsphase stattgefunden hätte.

«Wir erneuern den Standort Basel/Kaiseraugst für die nächsten Jahrzehnte und werden dies nicht von einer kurzen Aufwertung des Frankens abhängig machen», sagt Jürg Erismann, Standortleiter Roche Basel/Kaiseraugst. Man müsse sehen, dass sich das Verhältnis Franken–Euro auch schon stärker verschoben habe. So etwa von 1.60 auf 1.20 Franken für einen Euro in den Jahren 2009 bis 2011. «Wir haben auch das gemeistert.» Und er bricht eine Lanze für den Standort Schweiz und lobt die Mitarbeitenden: In Basel habe Roche Tätigkeiten mit grosser Innovationskraft und Produktivität. «Dies ist nur mit bestens ausgebildeten Mitarbeitenden möglich, die wir hier haben.»

Der Roche-Turm werde termingerecht fertiggestellt, zu Budgetüberschreitungen sei es nicht gekommen, sagt Erismann. Die Einweihung ist im September, im Mai 2016 ist ein Tag der offenen Tür geplant. Auch der Turm wird besuchbar sein.

Finanziell ist Roche gut unterwegs. Der Gewinn für das Jahr 2014 ist zwar tiefer, aber noch immer stolze 9,5 Milliarden Franken hoch, bei einem Umsatz von 47,4 Milliarden. Den Rückgang des Konzerngewinns begründete Schwan unter anderem mit Abschreibungen im Bereich «Tissue Diagnostics» und Restrukturierungskosten.

Die Dividende soll um drei Prozent auf acht Franken erhöht werden. Roche hat es gut gemacht: Sie hat die dazu nötigen 6,9 Milliarden Franken vor dem 15. Januar, dem Datum der Aufgabe der Euro-Bindung, in Franken umgetauscht. Roche hat damit mehrere hundert Millionen gespart. Bei Roche fallen 98 Prozent der Erträge im Ausland an, nur zwei Prozent in der Schweiz. Kosten fallen 18 Prozent in der Schweiz an, 82 im Ausland.