Es soll das Herzstück des Roche-Campus in Grenzach-Wyhlen werden. Das Multifunktionsgebäude, auf Englisch «Flexible Office Building», hat das Ziel, mit neuen Konzepten neues Arbeiten und Kreativität zu fördern. «Desk-Sharing» ermöglicht Teilzeitarbeit und Home Office, gleichzeitig soll es weiterhin Rückzugsräume geben.

Bau von Christ & Gantenbein

Von den 1450 Mitarbeitern im südbadischen Grenzort Grenzach-Wyhlen dürfen 200 in den neuen Bau einziehen. Er ist 23 Meter hoch, umfasst 10 000 Quadratmeter und stammt von den Basler Architekten Christ & Gantenbein. Die Investition beläuft sich samt Energiezentrale auf 60 Millionen Euro. Gestern war der Spatenstich. Fertig soll der Bau voraussichtlich Anfang 2021 sein.

Roche kann hier auch Veranstaltungen mit Kunden wie Ärzten organisieren. Im Auditorium, das in drei Räume unterteilt werden kann, haben bis 500 Personen Platz. Ausserdem gibt es kleinere Räume für Sitzungen.

Pavillon zum Testarbeiten

Ein bisschen ausprobieren dürfen 50 Roche-Mitarbeiter die neuen Arbeitsformen schon seit Juli in dem sogenannten Pavillon. Hier zog im Sommer der Roche Event Services ein. Das Gebäude ist aus Lerchenholz, hat eine Fläche von 845 Quadratmetern und wurde in sieben Monaten erstellt. Es wird voraussichtlich zehn bis zwölf Jahre stehen bleiben. Die Investitionen für den Pavillon lagen bei 2,6 Millionen Euro.

Roche ist dabei, den Standort Grenzach-Wyhlen umfangreich zu entwickeln. Dazu gehören neue Grünanlagen und ein Mobilitätskonzept. Neben E-Autos und Werks-Velos gibt es eine Pilotphase mit einem Bus, der die Pendler vom Badischen Bahnhof abholt. Ausserdem wurde für 600 000 Euro das Personalrestaurant modernisiert. Der Erweiterungsbau der Kita, der Kindertagesstätte, schlug mit 3,3 Millionen Euro zu Buche. Mit 65 Plätzen wurde ihre Kapazität mehr als verdoppelt. Laut Mediensprecher Cornelius Wittal ist sie bereits schon wieder ausgebucht.