Eröffnungsfeier

Roche-Turm bietet eine einmalige Aussicht über die Dächer der Stadt

Heute wurde der Roche-Turm eröffnet! Wir zeigen Fotos vom Inneren des Gebäudes, die Aussicht von der Dachterrasse herab und Videos vom Aufbau. Ausserdem haben wir Interviews mit Roche-CEO Schwan und den Architekten Herzog und de Meuron geführt.

Grosse Reden gab es an der Einweihung nicht. Er sei gerne zur Eröffnung des Baus nach Basel gekommen, sagte Bundesrat Alain Berset. «Man hat nicht jeden Tag eine so angenehme Einladung», meinte er mit einem etwas grimmigen Unterton. Hintergrund: Berset und die Parmaindustrie liegen sich immer wieder in den Haaren. Ihre Vorstellungen über Medikamentenpreise gehen bisweilen weit auseinander. Zusammen mit dem Top-Management der Roche löste Berset die Enthüllung des Eingangs aus. Auf dem vorgelagerten Platz («Plaza») des Hochhauses stehen zwei riesenhafte Steine, eine Plastik des Künstlers Peter Fischli.

Diese Skulptur wurde heute Nachmittag enthüllt.

Diese Skulptur wurde heute Nachmittag enthüllt.

Ab Oktober wird der Einzug beginnen: Rund 2 000 Mitarbeitende werden zukünftig im Turm arbeiten. Die moderne Innenarchitektur soll die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg fördern und Kreativität und Innovationsgeist stimulieren.

Ein weiterer Turm ist in Planung

«Wir werden hier drei Milliarden Franken in neue Forschungs- und Büroinfrastruktur investieren und damit die Voraussetzung für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft des Standorts schaffen. Bau 1 ist für uns auch ein klares Bekenntnis zum Standort Schweiz und zu Basel», erklärt Severin Schwan, CEO von Roche. 

Drei Jahre in einer Minute: Der Roche-Turmbau im Zeitraffer.

Drei Jahre in einer Minute: Der Roche-Turmbau im Zeitraffer.

Bis zu 680 Arbeiter seien täglich auf der Baustelle gewesen, im Schnitt 550, sagte Jürg Erismann, Roche-Standortleiter Basel/Kaiseraugst. 2,5 Millionen Arbeitsstunden seien aufgewendet worden. 75 Prozent der Aufträge seien in der Schweiz vergeben worden.

Der geplante «Bau 2» soll noch höher werden: 205 Meter. Er dürfte 2021 fertig gebaut sein. Roche investiert in den kommenden Jahren in Basel drei Milliarden Franken.

«Wir stehen mit beiden Beinen auf dem Boden»: Roche-CEO Severin Schwan im Gespräch mit Wirtschafts-Redaktor Stefan Schuppli über Abgehobenheit, die Herausforderungen beim Bau und was ihn am offiziellen Eröffnungstag am meisten freut.

«Wir stehen mit beiden Beinen auf dem Boden»: Roche-CEO Severin Schwan im Gespräch mit Wirtschafts-Redaktor Stefan Schuppli über Abgehobenheit, die Herausforderungen beim Bau und was ihn am offiziellen Eröffnungstag am meisten freut.

Funktionalität und Nachhaltigkeit

Der Bau des Turmes hat 550 Millionen Franken gekostet und rund fünf Jahre gedauert. Das von Herzog & de Meuron entworfene Gebäude füge sich durch seine «Klarheit und hohe Funktionalität» in die strukturierte Architekturtradition von Roche ein. Die einzelnen Stockwerke sind nicht nur mit Liften verbunden, sondern auch mit offenen Treppenhäusern, die gleichzeitig Begegnungszonen sind.

 «Ich habe im Messeturm gearbeitet», sagt Roche-Bauprojektleiter Claus Herrmann. Dort funktioniere jedes Stockwerk ohne Kontakt mit einem anderen. Die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg sei wichtig, ist man sich bei Roche einig. Sie stimuliere Kreativität und Innovation – die Basis für den Erfolg des Unternehmens.

Der Roche-Turm wächst – die besten Momente vom Bau des höchsten Gebäudes der Schweiz.

Der Roche-Turm wächst – die besten Momente vom Bau des höchsten Gebäudes der Schweiz.

Jürg Erismann, der Leiter des Standorts Basel/Kaiseraugst erläutert: «Neben der Funktionalität der Gebäude ist für Roche auch ihre Nachhaltigkeit sehr wichtig. Wir sind stolz, dass wir mit Bau 1 eines der nachhaltigsten Hochhäuser weltweit erstellt haben. Rund 75 Prozent der Investitionssumme von 550 Millionen Franken wurden an Schweizer Firmen vergeben, Roche leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.»

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