Fast eine halbe Million Menschen verfolgen die Scherenschnitt-Bilder von Rich McCor auf Instagram und Facebook. Sie staunen Woche für Woche, welch kuriose Ideen der junge Engländer wieder hatte, wenn er die Londoner Tower-Bridge in eine Achterbahn verwandelt oder Superman aus einem isländischen Geysir aufsteigen lässt. Oder, wie vergangene Woche in Basel, den Roche-Turm zu einer elektrischen Gitarre umfunktioniert.

Seine Technik ist dabei immer dieselbe, wie er auf Anfrage der bz erklärt. Er suche zunächst mit Google nach prägnanter Architektur und überlege sich dann, was das jeweilige Gebäude auch darstellen könnte. «Für den Roche-Turm spielte ich mit mehreren Ideen herum, etwa, ihn als weisse Serviette über dem Arm eines Kellners oder als Pinguin darzustellen. Aber als ich dann die Idee mit der elektrischen Gitarre hatte, wusste ich sofort, das ist es», erzählt er.

Sein Vorgehen ist danach immer dasselbe: Er schneidet aus schwarzem Papier eine Vorlage aus, reist damit an den Ort, an dem das Gebäude steht, sucht sich den perfekten Winkel, hält den Scherenschnitt genau richtig ins Bild und knipst. «Manchmal muss ich die Bilder dann noch nachbearbeiten, aber das sind Kleinigkeiten. Die Hauptarbeit mache ich vor Ort und mit echtem Papier.»

Der Roche-Turm war übrigens nicht das einzige Gebäude, das er in der Region fotografierte. Auch der verschachtelte Stoll-Turm in Münchenstein hat es ihm angetan. Was er daraus gemacht hat, sehen Sie oben in der Bildergalerie oben.

Die Scherenschnitte bewahrt der Online-Star übrigens ganz traditionell und offline auf: In einer Kiste unter seinem Schreibtisch.