Pharma
Roche übernimmt US-Firma für Krebsforschung CAPP Medical

Roche übernimmt die kalifornische Unternehmung für Krebs-Forschung CAPP Medical. Über den Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. Mit der Akquisition setzt das Basler Unternehmen sein Wachstum im amerikanischen Krebsgeschäft fort.

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Insgesamt untersucht Roche mehr als 30 Immuntherapie-Krebsbehandlungen in verschiedenen Stadien der klinischen Forschung.

Insgesamt untersucht Roche mehr als 30 Immuntherapie-Krebsbehandlungen in verschiedenen Stadien der klinischen Forschung.

Keystone

Der Pharmakonzern Roche übernimmt die kalifornische Forschungsfirma CAPP Medical. Das Unternehmen sei in der Genomforschung tätig, teilt Roche am Montag mit. Über die Grösse des Unternehmens und den Kaufpreis werden keine Angaben gemacht.

CAPP Medical sei 2013 unter anderem von Onkologen der Stanford University gegründet worden, heisst es in der Mitteilung. Ziel der Firma sei es, mittels Erkennung von Tumor-DNA im Blut Fortschritte für die Krebsuntersuchung zu erzielen. Die Technologie hat laut Roche unter anderem das Potenzial, dass solche Untersuchungen kostengünstiger werden.

Mit der Akquisition setzt das Basler Unternehmen sein Wachstum im amerikanischen Krebsgeschäft fort. Anfang Monat meldete Roche bereits, dass das Unternehmen inzwischen knapp zwei Drittel der Anteile am US-Krebsspezialisten Foundation Medicine (FMI) besitzt.

Fortgeschrittene Tests

Unterdessen treibt Roche auch die hauseigene Entwicklung von Krebsmedikamente voran. Bis zum Jahresende sollen elf Entwicklungsprojekte die dritte und letzte Phase der klinischen Entwicklung erreichen, wie Nico Andre, Global Head Medical Affairs, am Montag bei einer Veranstaltung in Basel sagte.

Am weitesten fortgeschritten sind die Tests eines Wirkstoffs gegen Lungenkrebs und Blasenkrebs. Für diese beiden Indikationen will der Pharmamulti im kommenden Jahr die Zulassungsanträge in den USA und in der EU stellen. Insgesamt untersuche Roche mehr als 30 Immuntherapie-Krebsbehandlungen in verschiedenen Stadien der klinischen Forschung, erklärte Andre.