Google hat eine Biotech-Firma gegründet mit dem Ziel unser Leben massiv zu verlängern. Chef des Unternehmens Calico ist Roche-Verwaltungsrat Arthur Levinson. Derzeit prüft die Schweizer Pharmafirma eine Kooperation mit Google. «Wir sehen ein grosses Potenzial für eine Zusammenarbeit», wird Franz Humer, Verwaltungsratspräsident von Roche, in einem Google-Blog zitiert.

Auf Anfrage der «Schweiz am Sonntag» lässt Roche verlauten, dass die Entwicklung von Calico genau verfolgt werde. Google sucht nach medizinischen Möglichkeiten, den Alterungsprozess zu verlangsamen. Dabei profitiert das Unternehmen von seinem Wissen beim Sammeln und Analysieren von grossen Datenmengen profitieren.

«Die Zukunft der Gesundheitsforschung bedingt das Zusammenkommen von Medizin, Life Science und Computerwissenschaft», sagt Ernst Hafen, Professor für Molekularbiologie an der ETH Zürich. Gleicht man Gendaten mit Informationen über den Lebensstile ab, so erhält man Informationen darüber welche Medikamente für welche Personengruppen geeignet sind. Auf diesem Grundsatz basiert die personalisierte Medizin, in die Forscher grosse Hoffnung setzen.

Google hat auf seinen Servern Unmengen von Daten über uns gespeichert. Über die Gentestfirma 23andMe ist das Unternehmen auch indirekt am Sammeln von Gendanten beteiligt. «Würde Google die Datenschätze der Smartphone- und Internetnutzer mit den Gendaten von 23andMe verbinden, wäre Google in der Gesundheitsforschung sehr gut positioniert», sagt Ruedi Aebersold, Professor für Molekulare Systembiologie an der ETH Zürich.