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Roche zapft das Grundwasser der Basler Erlenmatt an – um zu kühlen

In diesem Schacht auf der Erlenmatt hat der Pharmakonzern Roche den ersten Grundwasserbrunnen installiert.

In diesem Schacht auf der Erlenmatt hat der Pharmakonzern Roche den ersten Grundwasserbrunnen installiert.

Roche plant im Norden Basels vier Grundwasserbrunnen mit einer Leistung von 100 Litern pro Sekunde. Der Pharmakonzern kühlt damit Produktions-, Forschungs- und IT-Einrichtungen. Der Grundwasserspiegel sinkt bis zu drei Metern.

Roche benötigt gemäss einem Bericht der „Schweiz am Sonntag“ immer mehr Wasser, um auf dem Firmenareal im Kleinbasel die Medikamentenproduktion, Anlagen von Forschung und Entwicklung, das Rechenzentrum sowie die Büros zu kühlen. Auf dem Campus um den Roche-Turm ist Grundwasser Mangelware. Dort kann Roche bis zu 70 Liter pro Sekunde fördern. Bei 95 Litern pro Sekunde beginnt sich der Grundwassersee zu entleeren. Das ist ein Problem für Roche. Die Firma benötigt 100 Liter pro Sekunde.

Auf der Erlenmatt im Norden Basels plant Roche deshalb vier Grundwasserbrunnen. Wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet, sollen diese Brunnen 100 Liter pro Sekunde pumpen. Über einen Kanal wird das Kühlwasser zum Firmenareal geführt. Die von Roche beauftragten Geologen rechnen, dass der Grundwasserspiegel der Erlenmatt dadurch um bis zu drei Meter sinken wird. Dies sei unproblematisch, da die Grundwassermächtigkeit bei über zehn Metern liege und damit besonders gross sei. Die Erlenmatt befindet sich im Abfluss der Grundwasseranreicherung der Langen Erlen.

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