Die Rockband «Slag in Cullet» erhält den Basler Pop-Preis 2012. Sie hatte sich gegen vier weitere konkurrenten durchgesetzt.

Slag In Cullet

Zahlreiche Vertreter der Basler Bandszene drängten sich im Rossstall, als um 19.30 Uhr die Verleihung des Basler Pop-Preises begann. Eine Jury hatte fünf Bands nominiert.

Slag in Cullet, die auf Clubtouren in Europa bereits international Furore machen, James Gruntz, der zeitlosen Pop ohne Beliebigkeit produziert, The Lombego Surfers, Urgesteine des Basler Garage-Rock, We Invented Paris, süffiger Pop, der schon am Southside Festival in Deutschland zu hören war und schliesslich We Loyal, Gewinner des Sprungbretts 2009.

Zuerst wurde jedoch der Business-Support vergeben. Er geht jeweils an Agenturen oder Labels, die sich für die Basler Musikszene einsetzen. Poto Wegener, Präsident des Rockfördervereins (RFV) und Direktor von Swissperform, nutzte die Begrüssung für einige politische Seitenhiebe und machte klar, dass Musiker bald nur noch mit Subventionen überleben könnten, wenn in Sachen Urheberrecht nicht bald etwas geschehe, speziell im Internet.

Geschickt im Umgang mit Neuen Medien und mit Leidenschaft für Musik abseits des Mainstreams, so beschrieb RFV-Vorstand Ramon Vaca die Qualitäten des Labels «A tree in a field records» von Marlon McNeill. Er erhielt den mit 12'000 Franken dotierten Business-Support.

We Invented Paris erhalten den Publikumspreis

We Invented Paris erhalten den Publikumspreis

Näher am Mainstream, in ihrer Selbstbetitelung als Kollektiv aber nicht weniger zukunftsorientiert sind We Invented Paris aus Liestal, die den Publikumspreis gewannen. Per Online-Voting konnten die Fans einen Monat lang ihren Favoriten küren.

Passenderweise war die Band selbst nicht anwesend, da sie gerade an der AVO-Session im Vorprogramm von Rod Stewart auftrat. Der Pop-Preis und damit 15000 Franken ging schliesslich an Slag in Cullet. Es sei ein Herzensentscheid gewesen, begründete Jury-Mitglied Jean Zuber die Wahl. (cla)