Rotlicht
Für mehr Sicherheit im Basler Millieu: Petition mit 600 Unterschriften übergeben

Die Situation im Quartier rund um die Webergasse sei für die Anwohnenden nicht mehr zumutbar, findet die ehemalige Wirtin Andrea Strähl.

Helena Krauser
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Andrea Strähl und ein Anwohner übergeben die Petition.

Andrea Strähl und ein Anwohner übergeben die Petition.

Foto: zVg

Am Donnerstag hat die ehemalige Wirtin Andrea Strähl gemeinsam mit einem Anwohner die Petition «zur Wahrung der Lebensqualität im Bermuda-Dreieck» an die Petitionskommission übergeben. Innerhalb von zwei Monaten seien 600 Unterschriften zusammengekommen, sagt Strähl. Die Petition fordert, dass die zuständigen Behörden rasch Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, der gebotenen Ruhe, Ordnung und Sauberkeit ergreifen. Die Webergasse im Kleinbasel sei seit jeher Gewerbegebiet, Wohnquartier und Ausgehmeile mit Etablissements des Rotlichtmilieus.

Diese Mischung unterschiedlicher Nutzung habe Tradition und charakterisiere dieses Quartier. In letzter Zeit leide die Lebensqualität aber sehr. Gründe dafür wäre vor allem die Drogenszene und die damit verbundenen gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen Dealern und den Konsumenten. Dadurch käme es zu viel nächtlichem Lärm, Diebstählen und Vermüllung. Die aktuelle Situation führe dazu, dass sich Anwohnende nachts nicht mehr aus dem Haus wagen, heisst es im Petitionstext. Trotz zahlreicher Anrufe bei der Polizei ändere sich nichts an der Situation.

Polizei bestätigt Zunahme nicht

Der Mediensprecher der Polizei Toprak Yerguz bestätigte gegenüber der bz die Zunahme der Kriminalität nicht. Es handle sich dabei um die gewöhnliche Häufung von Auseinandersetzungen, wie sie die warmen Sommermonate jedes Jahr mit sich bringen.

Anlässlich der Übergabe der Petition sagt Strähl zur bz: «Nach wie vor besteht trotz vermehrter Polizeipräsenz Handlungsbedarf in der Webergasse. Das Problem muss analysiert und mit gemeinsamen Kräften der Departemente angepackt werden.» Die Anzahl Unterschriften beweise, dass sich die Anwohnenden und Besucher Sorgen machen um Lärm, Sicherheit und Littering. Auch die Stadtentwicklung müsse sich für mehr Lebensqualität an der Webergasse engagieren.

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