BVB
Rücktritt von BVB-Direktor Jürg Baumgartner wirft Fragen auf

Nach Verwaltungsratpräsidenten Martin Gudenrath hat auch der Direktor der BVB, Jürg Baumgartner, seinen Rücktritt erklärt. Allerdings erst per Januar 2014. Der Abgang von Baumgartner wirft Fragen auf. Ihm wird sexuelle Belästigung vorgeworfen.

Merken
Drucken
Teilen
BVB-Direktor Jürg Baumgartner tritt per Ende Januar zurück.

BVB-Direktor Jürg Baumgartner tritt per Ende Januar zurück.

Martin Töngi

Die BVB kommt nicht zur Ruhe. Am Montag nahm Verwaltungsratspäsident Martin Gudenrath den Hut, gestern Abend erklärte Direktor Jürg Baumgartner seinen Rücktritt.

Sein Rücktritt erfolgt laut „Basler Zeitung" nicht aus freien Stücken. Die Zeitung wirft Baumgartner vor, Mitarbeiterinnen sexuell belästigt zu haben. Er soll den Frauen SMS und freizügige Fotos geschickt haben.

Der neuen BVB-Verwaltungsratspräsident Paul Blumenthal soll Baumgartner zum Rücktritt gedrängt haben. Derselbe Paul Blumenthal hat allerdings noch am Tag zuvor an Baumgartner festgehalten, dies, obwohl der Verwaltungsrat bereits kurz davor stand. Baumgartner fristlos zu entlassen. Obwohl Vorwürfe der sexuellen Belästigung im Raum stehen, soll Baumgartner noch bis Ende Januar im Amt bleiben.

Über die Richtigkeit der Vorwürfe kann momentan nur spekuliert werden. Handfeste Beweise für sexuelle Belästigung liegen keine vor. Zusätzlich mutet es sehr merkwürdig an, dass Baumgartner erst Ende Januar abtritt. Sollten die Vorwürfe gegen ihn wahr sein, wäre er nicht mehr tragbar und müsste seinen Platz eigentlich umgehend räumen.

Die BVB will im Rahmen einer Pressekonferentz um 14 Uhr informieren. VR-Präsident Paul Blumenthal und Vizepräsident Paul Rüst wollen «zum Rücktritt von Jürg Baumgartner und anderen aktuellen Fragen» Stellung nehmen. (mze)