Chaisen-Streit

Rückschlag für Tierschützer – Pferde bleiben an der Basler Fasnacht erlaubt

An der letzten Basler Fasnacht hat erstmals eine Tierärztin Pferde auf Stresssymptome und den allgemeinen Gesundheitszustand untersucht. Dies nachdem Tierschützer die Teilnahme der Tiere kritisierten. Die Tierärztin kommt zu einem positiven Schluss.

Der Einsatz von Chaisen und Vorreitern an der Basler Fasnacht bleibt erlaubt. Die öffentliche Diskussion über den Einsatz von Pferden an der Fasnacht hatte das Fasnachts-Comité dazu bewogen, gemeinsam mit dem Veterinäramt Basel-Stadt an der diesjährigen Fasnacht eine Bestandesaufnahme durchzuführen. Ziel war es, die Belastung der teilnehmenden Pferde, die Qualifikation der Kutscher wie auch die Organisation rund um die Pferde während der Fasnacht im Sinne des Tierschutzes zu überprüfen.

Eine spezialisierte Pferdetierärztin hat die Pferde während des Cortège am Montag und Mittwoch jeweils einer kurzen Untersuchung unterzogen. Die gewohnt routinierte Organisation des Cortège ermöglichte es, bis auf zwei Pferde, die den Kontrollpunkt nicht passierten, alle Pferde zu untersuchen. Dies entgegen der ursprünglichen Vorgabe, aus Rücksicht auf den Ablauf nur Stichproben durchzuführen. Dabei zeigten sich sämtliche Chaisen, mit einer Ausnahme am Montagnachmittag, als überaus kooperativ.

Die Ergebnisse der medizinischen Kurzuntersuchungen seien durchwegs erfreulich, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Lediglich ein Pferd wies altershalber leichte gesundheitliche Auffälligkeiten auf. Es gab aber keinerlei Anzeichen, dass die teilnehmenden Pferde übermässig gestresst gewesen wären.

Die erstmalige vollständige Erhebung zeigte auch, dass rund ein Fünftel der Pferde im Vorfeld des Cortège Beruhigungsmittel erhalten hat. Die Höhe der verabreichten Dosen war allerdings sehr tief und diente in erster Linie dazu, die betreffenden Tiere schonend zum Cortège zu transportieren und kurzfristig an die neue Situation anzugewöhnen. Aufgrund der von der Tierärztin bei den Pferdekontrollen gemachten Feststellungen gibt es keinen Grund, an den im Vorfeld in der Eigendeklaration schriftlich abgegebenen Angaben zu zweifeln.

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