Tschernobyltag
Ruedi Rechsteiner mahnt an der Fessenheim-Demo

Zum 29. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl fand am Sonntag in Fessenheim eine Demonstration statt. Mit von der Partie war auch der Basler SP-Grossrat und Atomgegner Ruedi Rechsteiner.

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In seiner Ansprache verlangte er «die sofortige Stilllegung von Fessenheim und die sofortige Stilllegung aller Schweizer Atomreaktoren»: Ruedi Rechsteiner. (Archivbild)

In seiner Ansprache verlangte er «die sofortige Stilllegung von Fessenheim und die sofortige Stilllegung aller Schweizer Atomreaktoren»: Ruedi Rechsteiner. (Archivbild)

Keystone

Pünktlich zum 29. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl am Sonntag riefen Gegner des Atomkraftwerks (AKW) im elsässischen Fessenheim zu einer Demonstration vor Ort auf. An der Kundgebung demonstrierten mehrere tausend Menschen für die Abschaltung des AKWs.

Sie machten unter anderem darauf aufmerksam, dass eine Million Menschen im 30-Kilometer-Radius um das marode AKW «extrem gefährdet» seien und dieses darum viel schneller als geplant vom Netz genommen werden müsse.

Mit dabei war der Basler SP-Grossrat und Atomgegner Ruedi Rechsteiner. In seiner Ansprache verlangte er im Namen der anderen Demonstranten «die sofortige Stilllegung von Fessenheim und die sofortige Stilllegung aller Schweizer Atomreaktoren». Rechsteiner sagte: «Wir wissen genau, dass dies angesichts der Überkapazitäten an Kraftwerken in Europa sofort möglich ist.»

Mit erneuerbaren Energien bestehe die Möglichkeit, «in kürzester Zeit auf eine saubere Stromversorgung umzusteigen». Er verglich die Gefahr einer Kernschmelze mit der Gefahr, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen: «Niemand von uns würde in ein Flugzeug steigen, wenn man mit acht Prozent statistischer Wahrscheinlichkeit abstürzt.»