Rund 1300 Personen haben am Freitag trotz strömendem Regen an der 1.-Mai-Demonstration der Gewerkschaften in Basel teilgenommen. Zentrales Thema war die Solidarität; protestiert wurde auch gegen zunehmende soziale Ungerechtigkeit und Ausgrenzung.

Die Demonstration zog Fahnen schwingend und Transparente haltend vom Messe- zum Marktplatz und behinderte kurz den Verkehr - in Basel-Stadt ist der 1. Mai ein Feiertag. Im Zug marschierte ein breites Spektrum von linken Parteien und diversen Gewerkschaften über Immigrantengruppen bis zu ein paar Dutzend Autonomen mit.

An der Kundgebung vor dem Basler Rathaus wurde die Umverteilung thematisiert. Unia-Copräsidentin Vania Alleva prangerte neoliberale Sparapostel an, welche die Gunst der Stunde der Frankenkurs-Diskussion nutzen wollten zulasten der arbeitenden Bevölkerung. Ziel sei, Sozialwerke, Service Public und Löhne abzubauen und die Energiewende zu kippen, um Reiche noch reicher zu machen.

Gleich auf dem Platz boten die Zelte des 1.-Mai-Festes Regenschutz. Neben kulinarischen Angeboten aus Migranten-Herkunftsländern wurde dort Live-Musik geboten.

Die Baselbieter 1. Mai-Feier in Sissach lockte am Nachmittag nach Gewerkschaftsangaben gegen 200 Teilnehmende an. Alain Carrupt, Präsident der Gewerkschaft Syndicom, hieb in die gleiche Kerbe wie Alleva gegen Umverteilung nach oben und soziale Ungerechtigkeit.