Ungefähr 2000 Personen – mehrheitlich Kurden – sollen sich dem Zug angeschlossen haben, der bei der Kaserne startete. Die Demonstration richtete sich gegen die Türkei, deren Streitkräfte die kurdische Enklave Afrin in Syrien belagern.

Am Rande der Kundgebung kam es vor dem Barfüsserplatz zu einem Handgemenge. Grund dafür sei eine Provokation "von aussen" gewesen, heisst es bei der Polizei auf Anfrage. Die Schlägerei habe jedoch keine polizeilichen Ermittlungen zur Folge und konnte schnell aufgelöst werden.

Heftige Kämpfe in Afrin

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet, hat die türkische Armee das wichtigste Spital in der umkämpften Stadt beschossen und dabei 16 Zivilisten getötet. Darunter auch zwei schwangere Frauen. Die türkische Armee weist diese Vorwürfe zurück.

Seit Mittwochabend sind nach Angaben von Aktivisten bereits mehr als 150'000 Zivilisten vor der Offensive der türkischen Armee geflüchtet. In der Nacht zum Samstag habe es heftige Kämpfe am Nordrand der Stadt gegeben. (sam/sda)