Messe Basel

Sanierung der MCH Group hat ein Preisschild

Die MCH Group, Murdoch und Lee haben sich auf einen Sanierungskompromiss geeinigt.

Die MCH Group, Murdoch und Lee haben sich auf einen Sanierungskompromiss geeinigt.

Die MCH Group, ihr bisheriger Ankeraktionär Basel-Stadt, der neue Investor James Murdoch sowie die kritischen Aktionäre um Erhard Lee hatten sich Ende Oktober auf einen Sanierungskompromiss für den angeschlagenen Messekonzern geeinigt.

Ende November soll der Sanierungskompromiss an einer weiteren ausserordentlichen Generalversammlung bestätigt werden. Nun liegen die Unterlagen dazu vor und diese zeigen, was Basel-Stadt beizutragen hat.

In einem ersten Schritt kann der Kanton sein 30-Millionen-Darlehen in Aktienkapital umwandeln – dies allerdings nur rund zur Hälfte. Die MCH Group geht davon aus, dass der Kanton auf den Rest verzichtet. Der Abschreiber von rund 15 Millionen muss politisch jedoch bewilligt werden. Der Kanton wollte gemäss dem ersten Sanierungsplan sein gesamtes Darlehen in Aktien wandeln, was jedoch die Privataktionäre benachteiligt hätte.

Im zweiten Schritt hat Basel-Stadt zugesichert, für 5 Millionen Franken neue Aktien der Gruppe zu kaufen, damit die öffentliche Hand weiterhin eine Sperrminorität von einem Drittel des Kapitals halten kann.

Kanton und Murdoch sind zu einem Teil zur Rückzahlung verpflichtet

Der Kanton ist zudem eine Verpflichtung eingegangen, wenn im März 2023 eine Obligation über 100 Millionen Franken fällig wird. Die MCH Group werde versuchen, eine neue Obligation über den gleichen Betrag auf den Markt zu bringen. Basel-Stadt sowie Murdoch hätten sich «bis zu einem gewissen Betrag» aber verpflichtet, die Rückzahlung der Anleihe zu finanzieren, falls die Gesellschaft dies nicht selbst könne.

Zu diesem Zeitpunkt nicht mehr an Bord sein wird Ueli Vischer. Der ehemalige Finanzdirektor tritt an der Generalversammlung 2021 als Verwaltungsratspräsident zurück.

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Autor

Christian Mensch

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