Viele junge Besucher des Europa-Parks, nördlich von Freiburg im Breisgau (D), werden bei der Eingangskontrolle mit Rauschgift im Rucksack erwischt. Wie die «Badische Zeitung» berichtet haben sich deshalb die Straftaten in der Gemeinde Rust, wo sich der Freizeitpark befindet, gegenüber letztem Jahr verdreifacht.

Insgesamt wurden 1348 Tatverdächtige im Europa-Park festgehalten. Ein gutes Drittel davon stammt aus Frankreich, aus der Schweiz sind es 353. Zu den Straftaten gehören auch 43 Körperverletzungen, eine Zahl, die laut Polizei aufgrund der hohen Dichte an Festen und Partys im Park allerdings normal sei.

Die Anzahl der Rauschgiftdelikte in Rust liegt insgesamt bei 1226. Die überwiegende Mehrheit davon werden im Freizeitpark konstatiert. Ihre Zunahme ist darauf zurückzuführen, dass die Park-Security seit 2018 die Eingangskontrollen deutlich verschärft hat. Wird jemand mit Drogen erwischt, wird dies der Polizei gemeldet. Laut Polizei seien ein Dutzend Einsätze dieser Art pro Tag die Regel.

Bei den aufgefundenen Drogen handelt es sich in der Regel um Kleinstmengen und um keine harten Rauschmittel. Jochen Brehm, stellvertretender Leiter der Polizeiwache in Rust, sagte gegenüber der bz: «Bei den Schweizer kommt hinzu, dass sie CBD-Hanf bei sich haben. Der ist in der Schweiz erlaubt, aber in Deutschland verboten.» Wird jemand mit Drogen erwischt, wird er angezeigt und ein Verfahren eröffnet. «Die Entscheidung über den Ausgang des Verfahrens  fällt dann die Staatsanwaltschaft.» Je nach Härte des Vergehens kann es eingestellt werden oder zu einem Prozess kommen.