Neben Spielern, Trainerstaff, Vorstand und Edelfans flog im Flugzeug des Schalke 04 auch ein grosser Problemberg mit nach Basel.

Jüngster Eklat ist die Suspendierung von Führungsspieler Jermaine Jones.

Im Mittelfeldspieler machte die sportliche Leitung um Trainer Jens Keller und Sportchef Horst Heldt den Sündenbock für das missratene Spiel in Hoffenheim aus. 3:1 lagen die Schalker zur Pause in Führung, am Schluss stand es 3:3.

Jones darf frühestens am Donnerstag wieder mittrainieren. Ebenfalls nicht im Flugzeug sass Kevin-Prince Boateng.

Der exzentrische Neuzugang von der AC Milan hatte gestern einen privaten, unverschiebbaren Gerichtstermin und reiste später nach. Zwar stand der grösste Star der Mannschaft beim Abschlusstraining auf dem Platz - eine optimale Vorbereitung jedoch sieht anders aus.

Anders als das des FC Basel, der zuletzt fünf von sechs Spielen gewann, schlug das Leistungsbarometer der Schalker in alle Richtungen aus. Bestes Beispiel: Auf das souveräne 3:0 im ersten Champions-League-Gruppenspiel gegen Bukarest folgte eine 0:4-Klatsche gegen Bayern München.

«Schalke ist unberechenbar und gerade in internationalen Spielen immer speziell motiviert», zeigt sich FCB-Trainer Murat Yakin gewarnt.

Sein Gegenüber Jens Keller schiebt die Favoritenrolle dem Heimteam zu: «Basel hat auswärts beim FC Chelsea gewonnen, jetzt spielen sie zu Hause - das sagt alles».

Ob ehrliches oder gespieltes Understatement, das sei dahingestellt. (Wen)