Nachtbaustelle

Schlaflos im Gundeli: Warum aus dem Nichts plötzlich die Maschinen lärmten

Unerwartete Nachtbaustelle an der Güterstrasse ärgert Anwohner.

Baustelle im Gundeli

Unerwartete Nachtbaustelle an der Güterstrasse ärgert Anwohner.

Die Anwohner der Güterstrasse haben eine schlaflose Nacht hinter sich. Ohne Vorinformation wurde vor ihrer Tür am späten Abend eine Baustelle eröffnet. Der Ärger über den Lärm ist gross.

Erdem Uçar ist sauer. Der 31-Jährige wollte ins Bett gehen, als es vor seinem Fenster laut wurde. Was war los, am Montag kurz vor 22 Uhr? Ein Blick aus dem Fenster liess Erdem Uçar erahnen: Das wird eine schlaflose Nacht. Und so kam es auch: Vor seinem Haus an der Güterstrasse zwischen Tellplatz und Heilliggeistkirche wurde kurzerhand eine Baustelle eröffnet. Dies, ohne alle Anwohner vorgängig zu informieren. Manche hatten zwar ein Schreiben von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) erhalten, dieser Anwohner offensichtlich nicht.

Auf Facebook macht er seinem Unmut mit einem Schreiben an die BVB Luft: «Bitte informieren Sie das nächste Mal die Anwohner. Das wäre nett, dann hätte ich Popcorn einkaufen können», schreibt er um 1.40 Uhr. Und fragt: «Wann darf ich schlafen?» Die Antwort gibt er am Dienstmorgen selber. Er habe kein Auge zugemacht. 

Nachts arbeitet es sich schnell

Gern wüsste Erdem Uçar zudem, warum die Strasse nicht tagsüber aufgerissen und das Tram umgeleitet werden konnte. Eine Antwort zu möglichen Gründen erhält er vom Bau- und Verkehrsdepartement (BVD): «Solche Arbeiten in der Nacht finden normalerweise statt, weil kein Tram unterwegs ist und so der Tramverkehr nicht gestört wird, schneller gearbeitet werden kann und die Sicherheit für die Arbeitenden höher ist.» Ausserdem räumt das BVD ein: «Anwohnerinnen und Anwohner zu informieren wäre sehr wichtig...»

Das Video von den nächtlichen Arbeiten, das Erdem Uçar auf Facebook gepostet hat, wurde am Dienstag mehrere hundert Male angeschaut. Wer an der Güterstrasse wohnt, konnte vergangene Nacht live zusehen, wie Maschinen für einen neuen Deckbelag den Asphalt frästen.  

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Autorin

Martina Rutschmann

Martina Rutschmann

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