Neben vier bürgerlichen Bisherigen machte Kaister das Rennen schon im ersten Wahlgang: Der 60-jährige Unternehmer und Vizepräsident der glp Basel-Stadt wurde mit 22 von 39 gültigen Stimmen gewählt. Kaister wird Nachfolger von Felix Eymann (DSP), der nicht mehr angetreten war.

Die Grünliberalen hatten bei den Wahlen vom vergangenen Mai zum ersten Mal für den 40-köpfigen Bürgergemeinderat kandidiert und drei Sitze erobert. Wegen des Parteiwechsels eines ehemaligen Mitglieds der LDP war die glp jedoch bereits seit 2008 im Rat vertreten.

Grünes Bündnis weiter nicht im Bürgerrat

Das Grüne Bündnis, das im Bürgerrat nicht vertreten ist, wollte den vakanten Sitz mit der Juristin Lucienne Renaud erobern. Diese kam im ersten Wahlgang auf 17 Stimmen. Das Grüne Bündnis zog ihre Kandidatur darauf zurück, weil Renaud in der zweiten Runde gegen zwei Bisherige der SP hätte antreten müssen. Gabriella Matefi und Leonhard Burckhardt wurden darauf offen einstimmig gewählt.

Im ersten Wahlgang hatten Sonja Kaiser (CVP) und Lukas Faesch (LDP) mit je 25 Stimmen das beste Resultat erzielt. Patrick Hafner (SVP) kam auf 24 und Paul von Gunten (SVP) auf 22 Stimmen. Damit hat die SP im Bürgerrat weiterhin zwei Sitze. Je ein Mandat haben CVP, LDP, SVP und neu die glp.

Statthalterin nicht genehm

Als seinen neuen Präsidenten wählte der Bürgergemeinderat zudem einstimmig Jürg Stöcklin vom Grünen Bündnis. Turnusgemäss wäre die Reihe eigentlich an Stöcklins Parteikollegin Eva Dietschy gewesen, die dem Bürgergemeinderat seit zwölf Jahren angehört und zuletzt Statthalterin war.

Das bürgerliche Lager hatte Dietschy jedoch im Vorfeld der Wahl signalisiert, dass sie als Präsidentin nicht genehm sei. Dietschy verzichtete darauf auf eine Kampfwahl und liess Stöcklin den Vortritt.

Kampfwahl ums Vize-Präsidium

Stöcklin, der schon seit Jahren im Grossen Rat politisiert, sprach nach seiner Wahl von «massiven und ungerechtfertigten Anfechtungen» gegenüber der bisherigen Statthalterin. Dass diese dem Präsidium nicht hätte gewachsen sein sollen, sei nicht nachvollziehbar.

Zu einer Kampfwahl kam es schliesslich ums Vizepräsidium des Bürgergemeinderats: Das Rennen machte Oskar Herzig von der SVP mit 22 von 39 gültigen Stimmen. Danielle Kaufmann von der SP unterlag mit 17 Stimmen.